Bau
Baugenehmigungsverfahren in NRW künftig auf digitalem Weg

Düsseldorf (dpa/lnw) - Baugenehmigungen sollen in Nordrhein-Westfalen künftig schneller und einfacher zu bekommen sein - und zwar online. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) will dafür bis Ende des Jahres zunächst ein Landesbauportal auf den Weg bringen. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 soll es zu einer Plattform weiterentwickelt werden, auf dem Bauanträge digital eingereicht und bearbeitet werden können. Baugenehmigungen seien das «komplexeste Verwaltungsverfahren» in ganz Deutschland, sagte Scharrenbach am Mittwoch in Düsseldorf. Allein in NRW gebe es 212 untere Bauaufsichtsbehörden. «Wir müssen Sorge dafür tragen, dass Akten, die in Archiven schlummern, ihren Weg in die digitale Welt finden.»

Mittwoch, 26.06.2019, 10:08 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 10:23 Uhr
Ina Scharrenbach (CDU), Bauministerin von Nordrhein-Westfalen.
Ina Scharrenbach (CDU), Bauministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Dem Bauportal können sich die Kommunen freiwillig anschließen. In einem ersten Schritt soll das Bauportal nach Angaben Scharrenbachs Informationen enthalten, wo man die zuständige Behörde für Baugenehmigungen finden kann und wie man Bauanträge für einfache Verfahren stellt. Testversionen mit digitalen Bauportalen gebe es unter anderem in Brandenburg und Baden-Württemberg.

Seit einem Jahr arbeiten in NRW sechs Kommunen bereits in einem digitalen Modellprojekt zusammen, darunter die Stadt Köln, die die größte Bauaufsicht des Landes hat. Auch Dortmund, Ennepetal, Xanten und die Landkreise Gütersloh und Warendorf sind dabei. Die sechs Modellkommunen sollen gemeinsame Standards für künftige digitale Baugenehmigungen entwickeln.

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