Wettervorhersage
Sonnig und mildes Wetter in NRW: In der Nacht kühlt es ab

Essen -

Auch in den kommenden Tagen bleibt es in Nordrhein-Westfalen sehr viel kühler im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Meeresluft aus Nordwest bringe nach der Hitze mildere Temperaturen. 

Mittwoch, 03.07.2019, 07:48 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 09:38 Uhr
Zwei Frauen sitzen auf einer Tischtennisplatte im Schatten unter einem Baum nahe des Rheins.
Zwei Frauen sitzen auf einer Tischtennisplatte im Schatten unter einem Baum nahe des Rheins. Foto: Oliver Berg

Die Höchsttemperaturen am Mittwoch liegen bei 20 bis 24 Grad, sagte ein Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen am Morgen. Im höheren Bergland erreichen die Höchsttemperaturen maximal 17 bis 19 Grad. Dabei bleibe es heiter und sonnig. Lediglich im Nordwesten des Landes könne es am Morgen noch ein paar Wolken geben, teilte der DWD mit.

In der Nacht zum Donnerstag kühlt es dann noch einmal deutlich ab. Die Temperaturen können auf 10 bis 7 Grad fallen. Tagsüber steigen sie dann wieder auf maximal 19 Grad im Bergland und bis zu 26 Grad am Rhein, so der DWD. Donnerstag und Freitag gebe es in NRW einen Mix aus Sonne und Wolken. Am Freitag könne es im Nordosten auch vereinzelt regnen.

Juni bricht Hitzerekord

Der vergangene Monat war der heißeste Juni in Europa und auch weltweit, der je seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Das berichtete der Copernicus-Klimawandeldienst (Copernicus Climate Change Service, C3S) am Dienstag in Brüssel. Die Durchschnittstemperaturen lagen in Europa demnach im Schnitt um rund zwei Grad über dem definierten Normalbereich. Als Referenzperiode zählt der Dienst die Jahre 1981 bis 2010. Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich zu einem Großteil auf Satellitendaten stützt.

Hitzewelle, Hagel und sintflutartiger Regen

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  • Ein Mann sonnt sich in Riedlingen auf einer Kiesbank während Kinder und zwei Frauen mit Ponys durch das Wasser laufen.

    Foto: Thomas Warnack
  • Ein Frau mit Schirm fährt auf dem Fahrrad durch den Regen. Das Wetter in den kommenden Tagen soll bundesweit kühler und etwas wolkenreicher werden.

    Foto: Angelika Warmuth
  • Ein Surfer ist auf dem Baldeneysee unterwegs. In der ersten Juli-Woche kommt Abkühlung nach Nordrhein-Westfalen. Nach den hohen Temperaturen vom Wochenende hat nun eine Kaltfront das Bundesland erreicht, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen mitteilte.

    Foto: Bernd Thissen
  • Die Sonne steht am Abend dicht über der Skyline der bayerischen Landeshauptstadt, während eine Wolkenfront nach Südosten abzieht.

    Foto: Peter Kneffel
  • Wolken ziehen über eine Wiese auf der Kamille wächst entlang.

    Foto: Nicolas Armer
  • Ein Ruderboot liegt am Ufer des Großen Seddiner See. Der See führt weniger Wasser als üblich was zur Bildung von Sandbänken führt.

    Foto: Gregor Fischer
  • Ein Mann steht am Morgen kurz nach Sonnenaufgang am Ende des 1,5 Kilometer langen Federseesteg und blickt auf den See.

    Foto: Thomas Warnack
  • Passanten gehen am Abend an der East Side Gallery spazieren.

    Foto: Paul Zinken
  • Kinder und Erwachsene baden und sonnen sich im Sommerbad Mariendorf.

    Foto: Gregor Fischer
  • Affen spielen im Wasser eines Parkbrunnens im indischen Jammu, um sich an einem heißen Sommernachmittag abzukühlen. Zu Beginn der Woche wurden in Indien 42 Grad gemessen.

    Foto: Stringer
  • Ein Junge spielt bei heißen Temperaturen an einem Springbrunnen im tschechischen Karlsbad.

    Foto: Kateøina Šulová
  • Menschen spielen am Meer am Strand von Esquinzo auf der Kanarischen Insel Fuerteventura. Die Hitzewelle in Spanien hat gleich in mehreren Orten Temperaturrekorde gebrochen. Sieben Mal seien in verschiedenen Landesteilen die höchsten Werte aller Zeiten gemessen worden.

    Foto: Mindaugas Kulbis
  • Wegen sintflutartiger Regenfälle im Südwesten Japans müssen sich Hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen. Die Behörden in der Provinz Kagoshima wiesen rund 800.000 Bürger wegen der Gefahr von Erdrutschen und Überflutungen auf, ihre Häuser zu verlassen. Die nationale Wetterbehörde warnte den Südwesten und Westen des Inselreiches vor weiter andauernden Regenfällen.

    Foto: -/kyodo/dpa
  • Ein Mann steht inmitten einer dicken Schicht aus Hagel. Am Sonntag (30. Juni), hatte ein Hagelsturm Teile der Stadt Guadalajara in Mexiko mit einer bis zu einem Meter tiefen Hagelschicht bedeckt.

    Foto: El Universal

Besonders heiß sei es am Ende des Monats gewesen - und zwar in Deutschland, Frankreich, Nordspanien, Norditalien, der Schweiz, Österreich und Tschechien. Obwohl es schwer sei, direkt den Klimawandel für solche Wetterextreme verantwortlich zu machen, sei zu erwarten, das solche Wetterextreme mit dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre häufiger werden, schrieb der Dienst. Nehme man als Vergleichszeitraum die Jahre 1850 bis 1900, sei die Temperatur im Juni in Europa im Schnitt sogar rund drei Grad höher gewesen.

Vier Grad über dem Wert des Zeitraums 1981 bis 2010

Die weltweite Durchschnittstemperatur lag in diesem Juni nach den Daten des Klimawandeldienstes um etwa 0,1 Grad höher als im bisherigen Rekordhaltermonat, dem Juni 2016. Dieser sei jedoch noch geprägt gewesen von einer langen El-Niño-Periode, einem Klimaphänomen, das Wärme in viele Teile der Welt bringt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der vergangene Monat auch hierzulande der wärmste und zudem sonnigste Juni seit Beginn flächendeckender Messungen.

In Deutschland war der Unterschied zum Juni-Normalwert demnach sogar noch größer als in Europa. Mit im Schnitt 19,8 Grad Celsius habe die Temperatur um 4,0 Grad über dem Wert des Zeitraums 1981 bis 2010 gelegen, teilte der DWD Ende Juni mit. Deutschland erwärmt sich generell schneller als die Erde im Durchschnitt.

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