Prozesse
Rizin-Prozess: Angeklagte suchte nach «IS-Männern»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die mutmaßliche Rizin-Bombenbauerin von Köln hat Zeugen zufolge gezielt nach einem Salafisten als Ehemann gesucht. Eine Zeugin sagte am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht, die Angeklagte habe ihr erzählt, dass sie in Chats nach «richtigen IS-Männern» suche.

Mittwoch, 03.07.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 18:22 Uhr
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener

Nach der Hochzeit mit dem Angeklagten habe sich Yasmin H. verändert und ihre Wege hätten sich getrennt, sagte eine ehemalige Freundin. Es sei immer klar gewesen, dass die Angeklagte mit dem «Islamischen Staat» sympathisiere und mit ihrem Mann nach Syrien ausreisen wolle, so die Zeugin.

Eine weitere Zeugin bestätigte die Aussage eines BKA-Beamten, wonach die Angeklagte zu ihrem Sohn gesagt habe: «Wenn du mal groß bist, dann wirst du auch ein Attentäter und kannst dich in die Luft sprengen.»

Der 30-jährige Tunesier Sief H. und seine 43-jährige deutsche Frau Yasmin H. müssen sich wegen Anschlagsplänen mit einer Biowaffe vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten.

Sie sollen im vergangenen Jahr einen biologischen Kampfstoff für einen Terroranschlag in Deutschland hergestellt haben. Beiden Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft. Das Paar hatte begonnen, das hochgiftige Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen.

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