Polizei
GdP kritisiert Untätigkeit bei Gewalt gegen Polizisten

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat der Landesregierung Untätigkeit angesichts zunehmender Gewalt gegen Polizisten vorgeworfen. Sowohl die Einführung der Elektroschockpistolen, der sogenannten Taser, als auch die der Bodycams verzögere sich auf unbestimmte Zeit, kritisierte der GdP-Landesvize Heiko Müller am Donnerstag in Düsseldorf.

Donnerstag, 04.07.2019, 11:31 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 11:42 Uhr

«Dem Taser wird aus Kostengründen der Strom abgedreht. Es kann doch nicht sein, dass auf Kosten der Sicherheit der Beamten gespart wird», sagte Müller . Es gehe um Anschaffungskosten von rund 25 Millionen Euro. Die Gewerkschaft habe dafür kein Verständnis.

Die Einführung der Bodycams scheitere seit längerer Zeit an einem Softwareproblem. Die Aufnahmen könnten nicht in das EDV-System der Polizei übertragen werden, sagte Müller. «Die Bundespolizei hat Bodycams, wir nicht.»

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe auf Polizisten in NRW sei im vergangenen Jahr auf 9300 Fälle gestiegen. Fast 1000 Polizisten seien verletzt worden, 464 von ihnen schwer.

Taser setzen den Getroffenen aus einer Distanz von mehreren Metern für einige Sekunden außer Gefecht. Aus der Waffe werden dafür zwei kleine Pfeile an Drähten abgeschossen. Sie erzeugen einen Stromkreislauf, die Muskeln werden kurzzeitig blockiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6748222?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Ein Tag mit Laura Stegemann: Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Nachrichten-Ticker