Ferienbeginn in NRW
Staus, Baustellen und Schlangen am Flughafen-Schalter

Düsseldorf -

Endlich Sommerferien: Wenn das größte deutsche Bundesland sich in den Urlaub aufmacht, wird es eng auf den Straßen und an Flughafenschaltern. Die Bahn eröffnet jetzt mehrere Großbaustellen.

Donnerstag, 11.07.2019, 07:20 Uhr aktualisiert: 11.07.2019, 13:04 Uhr
Ferienbeginn in NRW: Staus, Baustellen und Schlangen am Flughafen-Schalter
Reisende gehen am Flughafen Tegel mit ihren Koffern zu einem Schalter. Foto: Paul Zinken/dpa

Staus, Baustellen und mögliche Schlangen am Flughafen-Schalter: Wenn am Freitag die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen starten, kann es für viele Reisende eng werden. Der Düsseldorfer Flughafen erwartet für das kommende Wochenende rund 285.000 Fluggäste, wie der Flughafen mitteilte. Am meisten soll am Sonntag los sein, wenn etwa 90.000 Reisende in den Urlaub starten.

Auf der Straße werden den Angaben von Straßen.NRW zufolge schon am Freitagnachmittag Staus erwartet. Denn auch in den Niederlanden starten die ersten Urlauber in die Ferien. Betroffen sind demnach die A1, A31, A40, A57 und die A61. Insbesondere an den Dauerbaustellen wie an der A1 zwischen dem Westhofener Kreuz und Dortmund/Unna sowie am Kreuz Lotte/Osnabrück an der Grenze zu Niedersachsen sei die Staugefahr sehr hoch, erklärte der Leiter der Straßen.NRW, Hanno Bäumer.

Polizei kritisiert Privatfirmen

Am Düsseldorfer Flughafen war es in den vergangenen Jahren mehrfach an den Sicherheitskontrollen zu längeren Wartezeiten gekommen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass die Belegschaft der für die Sicherheit zuständigen Firma Kötter unter großem Druck stehe, wie Sprecher Özay Tarim sagte. Der Krankenstand sei hoch. Kötter spricht von einem Kranken-Anteil im zweistelligen Prozentbereich, laut Verdi liegt er bei rund zwanzig Prozent.

10 Tipps gegen Langeweile im Stau

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  • 1. Drei Geschichten

    Spiele im Auto bieten Unterhaltung für Groß und Klein. Ein kreatives Spiel: Geschichten erraten. Jeder erzählt drei Geschichten über sich selbst, von denen eine erfunden ist. Die Mitfahrer müssen erraten welche.

    Foto: Z1009 Jan-Peter Kasper
  • 2. Wetten, dass ... in der Stau Edition

    Sobald der Verkehr steht, muss jeder Mitfahrer wetten, wie lange es dauert bis es weitergeht. Die Wetten werden notiert und wer richtig liegt, gewinnt! Das bringt sogar in einem Stau Spannung.

    Foto: dpa
  • 3. Kennzeichen-Bingo

    Die fortgeschrittene Variante des Klassikers „Kennzeichen raten“: Am besten noch vor der Abreise Bingokarten mit Kennzeichen-Abkürzungen vorbereiten und im Auto an die Mitreisenden verteilen - wer zuerst eine Reihe voll hat, gewinnt eine Kleinigkeit.

    Foto: Malte Christians
  • 4. Was bin ich?

    Noch ein sehr unterhaltsamer Klassiker: Einer der Reisenden denkt sich einen Beruf (alternativ: Tier, Promi, Charakter usw.) aus, die anderen versuchen, ihn zu erraten. Alle Fragen dürfen nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden.

    Foto: Marius Becker
  • 5. Musiktitel erraten

    Wem keine Berufe mehr einfallen, der dreht einfach das Radio auf: Alle Mitfahrenden müssen versuchen den laufenden Song möglichst schnell zu erraten. Wer den Titel als erstes weiß, gewinnt.

    Alternativ können alle Reisenden den neusten Sommerhit üben, das sorgt garantiert für gute Laune!

    Foto: Axel Seidemann
  • 6. Hörspiele

    Wer es etwas ruhiger angehen möchte, kann sich auch entspannt zurücklehnen und ein Hörspiel genießen. Mit spannenden oder unterhaltsamen Geschichten vergeht die Zeit gleich viel schneller. Besonders geeignet, wenn man alleine unterwegs ist.

    Foto: Jürgen Mahnke
  • 7. Einfach mal quatschen

    Gerade wenn man alleine unterwegs ist, kann man die Zeit im Stau gut für ein langes Telefonat nutzen - ob mit der Mutter, Oma oder mit Freunden. Einzige Voraussetzung ist eine Freisprechanlage, dann steht einem schönen Gespräch nichts im Wege.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • 8. Wischen und Putzen

    Man kann die Zeit im Stau natürlich auch praktisch nutzen: Mit ein paar Reinigungstüchern im Auto kann man Armaturenbrett und Lenkrad reinigen. Aber Achtung: Nicht abschnallen, sondern nur da putzen, wo man - ohne sich zu verdrehen - dran kommt.

    Foto: Frank Mächler
  • 9. Bewegung

    Geht gar nichts mehr vor oder zurück, kann man auch aussteigen und sich etwas Bewegung verschaffen. Etwa indem man zwei oder drei Runden um das Auto rennt.

    Foto: Bernd Thissen
  • 10. Essen und Trinken

    Gerade bei längeren Strecken gilt: Ausreichend Essen und Getränke mitnehmen. Getränke, die warm nicht mehr schmecken, oder Essen, das bei Wärme schmilzt, sind nicht so geeignet. Also besser Wasser oder Tee und leckeres Obst einpacken - denn mit vollem Magen ist alles nur noch halb so schlimm.

    Foto: A3399 Arne Dedert

Zum Ferienstart sieht sich das Unternehmen, das auch am Flughafen Köln/Bonn kontrolliert, dank Bonusangeboten dennoch gut gewappnet. Angestellte, die auf einen freien Tag verzichten, erhalten 100 Euro Prämie. Dasselbe gilt laut Kötter für Mitarbeiter, die für ihre Schicht von Köln/Bonn nach Düsseldorf wechseln, um dort auszuhelfen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert weiterhin den Betrieb der Sicherheitsbereiche durch Privatfirmen. Sie fordert eine Rückkehr zur staatlichen Übernahme von Luftsicherheitsaufgaben. Die Belastung der Angestellten durch hohe Krankenstände stelle eine Gefahr für die Sicherheit dar, erläutert GdP-Sprecher Tim Röder. Er gehe jedoch davon aus, dass Kötter alles versuchen werde, um chaotische Szenen am Flughafen zum Ferienstart zu vermeiden.

Großbaustellen bei der Bahn

Für die einen heißt es im Urlaub: entspannen. Für die Bahn heißt es: «malochen, malochen». Mit diesem Hinweis auf Plakaten an Bahnhöfen verweist die Deutsche Bahn seit einigen Tagen auf ihre lang geplanten Großbaustellen. Vom Samstag an kommt es zu massiven Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr. Zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf saniert das Unternehmen unter anderem Gleise und Brücken, wie ein Sprecher mitteilte. Im Nahverkehr müssen Fahrgäste teilweise auf Schienenersatzverkehr mit Bussen ausweichen.

Ab Freitagnacht halten bis zum 26. August keine Fernzüge am Düsseldorfer Flughafen. Wer beispielsweise aus Richtung Berlin anreist, kann in Essen in den RE1 zum Airport umsteigen. Aus südlicher Richtung können Fahrgäste ab Düsseldorf unter anderem die S11 zum Terminal nutzen. Der Fernverkehr wird im Zuge der Bauarbeiten über Wuppertal umgeleitet. Die Bahn rät, sich vor Fahrtantritt zu informieren, wie die Züge fahren.

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Die Stausituation auf Deutschlands Autobahnen an den Ferienwochenenden. Foto: ADAC e. V.

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