Gesundheit
DRK: Trotz Ferien Blut spenden, Bedarf ist unvermindert hoch

Bei Hitze fühlen sich viele Menschen nicht wohl genug zum Blutspenden, und auch in den Ferien kommen traditionell weniger Spender. Doch auch zu solchen Zeiten wird genauso viel Blut benötigt wie sonst, betont das DRK.

Sonntag, 14.07.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 11:12 Uhr
Blick auf einen Arm während der Blutspende.
Blick auf einen Arm während der Blutspende. Foto: Bernd Wüstneck

Ratingen (dpa/lnw) - Zu Beginn der Ferienzeit in Nordrhein-Westfalen bittet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verstärkt um Blutspenden. «In den Sommerferien fahren auch viele unserer Stammspender in den Urlaub. Die Krebstherapien, für die Blutkonserven gebraucht werden, laufen aber weiter», sagte Stephan David Küpper , Sprecher des DRK-Blutspendediensts West. In den Ferien sei die Zahl der Spender stets geringer als üblich - der Blut-Bedarf jedoch unvermindert hoch.

Momentan seien die Blutbanken noch einigermaßen ausreichend gefüllt. Während der Hitzeperiode vor wenigen Wochen habe es bereits die erste kritische Phase in diesem Jahr gegeben, sagte Küpper. «Tageweise hatten wir Einbrüche von bis zu 30 Prozent, da sind die Lagerbestände vorübergehend in die Knie gegangen.» Mit den dann sinkenden Temperaturen habe sich die Situation aber wieder normalisiert. Bei großer Hitze kämen immer deutlich weniger Blutspender als sonst.

In NRW werden nach Angaben von Küpper täglich rund 2800 Blutkonserven benötigt. Etwa drei Viertel des Gesamtbedarfs werde über das DRK gedeckt.

Anders als private Anbieter oder Unikliniken zahlt das DRK Blutspendern kein Geld. Die ethische Position der Organisation sei, dass Blutspenden freiwillig und unentgeltlich erfolgen solle, sagte der Sprecher. Abgesehen davon beklagten zahlende Einrichtungen zu bestimmten Zeiten ebenso einen Mangel an Blutspendern wie das DRK.

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