Statistik
Deutlich mehr Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung in Nordrhein-Westfalen haben im deutlich zugenommen. Laut dem Landesbetrieb IT.NRW stieg deren Zahl im Jahr 2018 auf 43 375 Fälle. Im Jahr 2017 waren es 9,9 Prozent weniger. In knapp 13 Prozent der Fälle wurden akute Gefährdungen festgestellt. Im Vorjahr waren es rund 700 Fälle weniger. Unter Kindeswohlgefährdung fallen unter anderem Misshandlung und Vernachlässigung sowie eine sexuelle Gewaltanwendung.

Mittwoch, 17.07.2019, 11:47 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 12:02 Uhr
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. leuchtet in der Dunkelheit.
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska

Gründe für den Anstieg konnte der Landesbetrieb nicht nennen. Die Zahlen basieren auf den Einschätzungen der Jugendämter in NRW. Demnach waren 37,8 Prozent der Kinder, bei denen eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, zwischen zehn und 17 Jahren alt. Fast jedes vierte Kind war jünger als drei Jahre.

In etwa jedem vierten Fall wurde die Jugendämter in NRW durch Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hingewiesen. In 17,7 Prozent der Fälle machten Verwandte, Bekannte oder Nachbarn des Kindes auf die Gefährdung aufmerksam.

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