Hilfsorganisationen
Katholisches Hilfswerk Misereor kritisiert Wirtschaftssystem

Köln (dpa) - Die katholische Hilfsorganisation Misereor hat das globalisierte Wirtschaftssystem als neoliberal, unsozial und umweltschädlich kritisiert. Die Konsequenzen seien Hunger, Klimawandel, Artensterben und vieles mehr, sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Donnerstag in Köln. Nötig sei ein Paradigmenwechsel: «Nach wie vor meinen wir, dass eine andere Welt nicht nur möglich, sondern nötig ist. Von der Bundesregierung und der EU brauchen wir eine mutigere Politik.» Die «ungeregelte Globalisierung» müsse gestoppt werden.

Donnerstag, 18.07.2019, 11:24 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 11:32 Uhr

Ebenso forderte Prälat Karl Jüsten , Vorsitzender der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe, alle Politikfelder einer Klimaprüfung zu unterziehen. Die Kirchenvertreter lobten die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür, dass sie bis 2030 eine Reduzierung der Treibhausgase um 55 Prozent durchsetzen will. Es bleibe abzuwarten, ob ihr das gelingen werde, sagte Jüsten: «Wir kennen ja Frau von der Leyen, wir wissen, dass sie ehrgeizig ist.»

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