Prozesse
Landwirte wollen Rinder nicht töten: Eilverfahren in Aachen

Aachen (dpa/lnw) - Das Verwaltungsgericht Aachen muss über Eilanträge zweier Aachener Landwirte entscheiden, die sich gegen die angeordnete Tötung ihrer mit Rinderherpes infizierten Herden wehren. Die Städteregion Aachen hatte den Tierhaltern nach Angaben des Gerichtssprechers von Freitag die Tötung der Tiere angeordnet. Die gesetzte Frist hatten diese aber verstreichen lassen. Daraufhin hatte die Behörde in einem Bescheid angekündigt, selbst für die Tötung der Tiere zu sorgen.

Freitag, 19.07.2019, 12:16 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 12:22 Uhr
Justitia mit Taube.
Justitia mit Taube. Foto: Arne Dedert

Eine betroffene Herde besteht aus 170, die andere aus sechs Rindern. Ein weiterer betroffener Betrieb mit 530 Tieren, der nach eigenen Angaben eine mündliche Information der Behörde bekommen hat und jetzt auf die Verfügung wartet, will ebenfalls juristisch dagegen vorgehen. Das Gericht kündigte zeitnahe Entscheidungen an.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte 2016 in einem vergleichbaren Fall die Beschwerde eines Tierhalters gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen zurückgewiesen. Die Aachener Richter hatten entscheiden, dass die Anordnung zur sofortigen Tötung einer Herde mit dem ansteckenden Virus rechtens sei.

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