Temperaturen bis zu 40 Grad
Nach heftigen Gewittern kommt die Sommerhitze zurück

Essen/Düsseldorf -

Nach heftigen Unwettern steht den Menschen in Nordrhein-Westfalen eine heiße Woche bevor. Der Hitzesommer meldet sich zurück. Dabei soll der Donnerstag mit Temperaturen von über 38 Grad den Höhepunkt der Hitzewelle markieren.

Sonntag, 21.07.2019, 13:31 Uhr aktualisiert: 21.07.2019, 14:49 Uhr
Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an - im Hintergrund blauer Himmel und Sonne.
Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an - im Hintergrund blauer Himmel und Sonne. Foto: Patrick Pleul

Heftige Gewitter über Nordrhein-Westfalen haben am Samstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. In Mönchengladbach rückten die Einsatzkräfte insgesamt 115 Mal aus, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Dort wurden Straßen überflutet, Dächer beschädigt oder abgedeckt, Bäume umgestürzt oder Astwerk abgerissen. Auch am Sonntag wies die Feuerwehr noch darauf hin, wegen der Sturmschäden seien öffentliche Grünflächen, die städtischen Friedhöfe und Wälder zu meiden.

Einige Straßen seien am Samstag wegen Wasseransammlungen nicht befahrbar gewesen, mehrere Keller überschwemmt worden. Ein Baum drohte in ein Mehrfamilienhaus zu stürzen, er wurde mit einem Kran gesichert. Ein Sonnenschirm war mitsamt eines 30 Kilo schweren Metallfußes von einem Balkon im zweiten Stock auf das Dach eines Nachbarhauses geweht worden. Er wurde mit einer Drehleiter geborgen.

Düsseldorfer Kirmes geräumt

Auf einem Feld in Nordkirchen ist ein Strommast aus Holz vermutlich wegen eines Blitzeinschlags in Brand geraten. Die Mastspitze knickte durch die Flammen ab, umliegende Bauernhöfe hatten für eine halbe Stunde keinen Strom mehr. Auch in Werne musste die Feuerwehr wegen zwei Blitzeinschlägen ausrücken und mehrere umgekippte Bäume von den Gehwegen entfernen.

Unwetterfront über Deutschland

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  • Düsseldorf: Dunkel Gewitterwolken hängen über der geräumten Rheinkirmes. Nach einer Unwetter und Gewitterwarnung war die Kirmes geräumt worden.

    Foto: David Young
  • Die «größte Kirmes am Rhein» am Rhein musste wegen eine Unwetterwarnung den Betrieb einstellen und die Festwiese wurde geräumt. Nach knapp 4 Stunden wurde wieder geöffnet.

    Foto: David Young
  • Blitze gehen während eines Gewitters in der Nacht in Radebeul bei Dresden nieder.

    Foto: Robert Michael
  • Gewitterwolken sind während einer Unwetterfront im Umfeld von Krefeld zu sehen.

    Foto: Alex Forstreuter
  • Nach einer Unwetterfront mit Hagelschauern liegen Blätter und Hagelkörner auf der Straße und dem Seitenstreifen in Krefeld.

    Foto: Alex Forstreuter
  • Regentropfen fallen von einemm leeren Tisch ab.

    Foto: David Young
  • Besucher stellen sich beim Kocherlball unter das Dach des Chinesischen Turmes im Englischen Garten und suchen Schutz vor dem Regen.

    Foto: Tobias Hase
  • Ein Auto steht in einer großen Pfützen mit aufgestautem Regenwasser. Eine Gewitterfront ist am Samstagnachmittag über Hamburg und Schleswig-Holstein gezogen.

    Foto: Bodo Marks
  • Ein Mann läuft während eines Gewitters mit Starkregen über den Kröpcke, einem zentralen Platz in der Innenstadt.

    Foto: Moritz Frankenberg
  • Zwischen den gewöhnlichen Strandkörben steht ein Schlafstrandkorb auf einer Wiese vor dem Strand.

    Foto: Mohssen Assanimoghaddam
  • Feuerwehrleute heben bei einem wetterbedingten Einsatz einen Gullideckel hoch, damit aufgestautes Regenwasser abfließen kann.

    Foto: Bodo Marks
  • Mönchengladbach: Autos stehen nach Starkregen auf einer überfluteten Straße.

    Foto: Theo Titz

In Düsseldorf musste die „größte Kirmes am Rhein“ am Samstagnachmittag für dreieinhalb Stunden den Betrieb einstellen. „Die Sicherheit geht vor“, sagte ein Kirmes-Sprecher. Glück hatten dagegen die Besucher des Musik-Events „Parookaville“ in Weeze am Niederrhein. Zwar regnete es auch hier zeitweise heftig, die Konzerte mussten jedoch nicht unterbrochen werden. Auch beim Reitturnier CHIO in Aachen zeigten sich die Veranstalter unbeeindruckt vom Unwetter. „Wir hatten eine etwas nasse Siegerehrung. Aber so etwas sind Reiter ja gewohnt“, sagte ein Sprecher am Samstag.

Nachts wenig Abkühlung

Nach heftigen Unwettern steht den Menschen in Nordrhein-Westfalen eine heiße Woche bevor.

Spätestens am Dienstag werde die 30-Grad-Marke wieder geknackt, sagte ein Meteorologe des Deutsche Wetterdienstes (DWD) in Essen am Sonntag. Zunächst dauert es aber noch ein bisschen, ehe sich die Wolken auflockern. Am Sonntag zeigt sich die Sonne nur selten, es bleibt aber weitestgehend trocken bei bis zu 26 Grad. Am Montag bleibt es vor allem im Norden bewölkt. Im Rheinland kommt dagegen die Sonne raus und die Höchsttemperatur steigt auf bis zu 29 Grad.

«Dann geht es richtig los mit der Hitzewelle», sagte der Meteorologe. Am Dienstag steigen die Temperaturen bei blauem Himmel und Sonnenschein auf 31 bis 34 Grad. Auch in der Nacht fällt mancherorts der Wert auf dem Thermometer nicht unter 20 Grad. Am Mittwoch wird es noch heißer: Bis zu 37 Grad sagt der DWD voraus. «Am Donnerstag könnte es dann wieder rekordverdächtige Temperaturen geben», so der Meteorologe. Dann liege die Höchsttemperatur bei bis zu 40 Grad. 

«In den Nächten wird es spätestens ab der Wochenmitte auch schwierig, was das Durchlüften angeht», sagte der DWD-Sprecher. Gerade in den Ballungszentren werde die Temperatur dann kaum noch unter 20 Grad sinken. Zum Wochenende hin werden Gewitter erwartet. Ob sie Abkühlung bringen, sei noch unklar.

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