Brauchtum
Pfarrer wird Schützenkönig im Sauerland

Balve (dpa/lnw) - Ohne Königin, dafür mit Gottes Segen: Der Schützenkönig in Balve im Sauerland ist in diesem Jahr ein katholischer Geistlicher. «Ich habe schon häufiger beim Vogelschießen mitgemacht, in diesem Jahr hat es geklappt», sagte Pfarrer Andreas Schulte am Dienstag. Mit dem 132. Schuss holte der Leiter des Pastoralverbundes in der Region Balve-Hönnetal am Montag den Vogel von der Stange.

Dienstag, 23.07.2019, 16:11 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 16:22 Uhr
Pfarrer Andreas Schulte reagiert nach seinem Königsschuss in Balve.
Pfarrer Andreas Schulte reagiert nach seinem Königsschuss in Balve. Foto: Jürgen Overkott

Er habe sich - wie schon andere Geistliche im Amt des Schützenkönigs vor ihm - entschieden, seine Regentschaft ohne Schützenkönigin an der Seite anzutreten, sagte der katholische und damit unverheiratete Geistliche. «Dafür stärken mir zwei Priester aus dem Pastoralverbund als Mitglieder des Hofstaats den Rücken», sagte Schulte. Diesem gehören auch weitere Schützen an, unter anderem ein Paar aus einer evangelischen Gemeinde - «ein Zeichen der Ökumene», sagte Schulte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Dass nun seine Teilnahme an vielen oft auch feucht-fröhlichen Festen gefragt ist, sei ihm klar. Schon in seiner bisherigen Funktion als Präses in der Schützenbruderschaft St. Sebastian sei er häufig dabei gewesen. «Wir werden aber darauf achten, dass es uns gelingt, das Priester-Sein und das König-Sein in Einklang zu bringen», sagte er.

In erster Linie zähle natürlich seine Berufung als Geistlicher, betonte er. Die Königswürde trägt Schulte nun bis zum kommenden Jahr. Besonders freue er sich darauf, als König beim diesjährigen Bundesschützenfest in Medebach dabei sein zu können.

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