Schulen
Ministerin sieht keinen Handlungsbedarf bei Einschulungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - 2795 Kinder in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Schuljahr nach vorläufigen Zahlen des Familienministeriums von der Einschulung zurückgestellt worden. Angesichts von fast 159 000 I-Dötzchen zum Schuljahr 2018/19 lag die Rückstellungsquote somit bei etwa 1,7 Prozent.

Freitag, 02.08.2019, 13:10 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 13:22 Uhr

Seit dem vergangenen Schuljahr sei es für Eltern leichter, Einfluss auf eine spätere Einschulung ihrer Kinder zu nehmen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer ( FDP ) der «Rheinischen Post». Ein 2017 veröffentlichter Erlass regelt, dass Eltern vor dieser Entscheidung anzuhören sind. Zuvor war allein das schulärztliche Gutachten maßgeblich. Inzwischen können Eltern selbst ärztliche oder fachtherapeutische Gutachten beibringen. Dabei spielen nicht mehr allein erhebliche gesundheitliche Gründe eine Rolle, sondern auch präventive Gesichtspunkte.

Der Erlass habe nicht zu einer ungewöhnlich hohen Zahl an Rückstellungen geführt, heißt es im Bericht des Familienministeriums. Eine belastbare Aussage auf Grundlage endgültiger amtlicher Daten könne allerdings erst im Frühjahr 2020 getroffen werden.

In einer bereits von über 40 000 Unterstützern getragenen Online-Petition wird gefordert, den Einschulungsstichtag in NRW vom 30. September auf den 30. Juni vorzuziehen, damit nicht schon fünfjährige, überforderte Kinder in der Schule landen. Die Ministerin sieht für eine Änderung hingegen keinen Anlass.

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