Ehrung für Götz Alsmann
Drei Verdienstorden gehen ins Münsterland

Münster/Düsseldorf -

Fußball- oder Fernsehstar zu sein, reicht nicht, um sich den Landesorden des Landes Nordrhein-Westfalen zu verdienen. Wie Horst Hrubesch und Götz Alsmann sich engagieren, wenn sie nicht am Ball oder am Klavier sind, wissen viele nicht. Jetzt werden sie geehrt.

Dienstag, 13.08.2019, 15:33 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 21:34 Uhr
Der Musiker, Entertainer und Moderator der WDR-Sendung «Zimmer frei», Götz Alsmann, lächelt in Köln.
Der Musiker, Entertainer und Moderator der WDR-Sendung «Zimmer frei», Götz Alsmann, lächelt in Köln. Foto: Oliver Berg

Fußball-Legende Horst Hrubesch und der Entertainer Götz Alsmann zählen zu den neuen Preisträgern des Landesverdienstordens Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Armin Laschet ( CDU ) wird sie am 23. August zusammen mit zwölf weiteren Frauen und Männern ehren, wie die Düsseldorfer Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Dazu zählt auch der Schöpfer der «Stolpersteine» für Opfer des Nationalsozialismus, Gunter Demnig.

Seit 1986 werden besonders engagierte Bürger für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl und das Land NRW geehrt - bislang 1624. Darunter sind Prominente ebenso wie Menschen, die sonst nicht in der Öffentlichkeit stehen. Die Zahl der Landesorden ist auf 2500 begrenzt. Zu den neuen Preisträgern zählen auch die ehemaligen NRW-Minister für Finanzen und für Kinder, Helmut Linssen (CDU) und Ute Schäfer (SPD).

Die Geehrten:

Der Musikwissenschaftler Götz Alsmann, der vor allem mit der wöchentlichen WDR-Sendung «Zimmer frei» 20 Jahre lang ein Millionenpublikum erreichte, lehre an der Universität Münster unentgeltlich Popularmusik, lobte die Staatskanzlei. Darüber hinaus unterstütze der 62-jährige Münsteraner die Hospizbewegung und den Verein «Herzenswünsche».

Götz Alsmann: Von Münster bis zum Broadway

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  • Mit Ukulele bestritt Götz Alsmann, Doktor der Musikwissenschaft, seine Antrittsvorlesung an der WWU Münster. Foto: Oliver Werner

  • Götz Alsmann am Broadway, wo sein gleichnamiges Album entstand. Aktuell ist er damit auf großer Deutschland-Tour. Foto: Bill Douthart Universal Music

  • Ein erfolgreiches Moderatoren-Paar: Götz Alsmann und Christine Westermann bei „Zimmer frei“. Das TV-Kult-Format wird 2016 eingestellt. Foto: Henning Kaiser

  • Götz Alsmann in Paris: Das gleichnamige Album, das in der französischen Hauptstadt aufgenommen wurde, erschien im Jahr 2011. Foto: Jérome Bonnet

  • Zur 500. Sendung von „Zimmer frei“ begrüßten Götz Alsmann und Christine Westermann im Oktober 2009 ihren Moderatoren-Kollegen Hubertus Meyer-Burckhardt. Foto: WDR/Herby Sachs

  • Am 31. Oktober 2015 gastierte Götz Alsmann mit seinem Programm "Broadway" in der ausverkauften Halle Münsterland. Foto: Gunnar A. Pier

  • Früher hatte er mit Fußball nichts am Hut, inzwischen bekennt sich Götz Alsmann durchaus gerne - und wie hier auch auf der Bühne - zu seiner späten Liebe „Preußen Münster“. Foto: Gunnar A. Pier

  • 2003 erschien Götz Alsmanns CD „Tabu“. Foto: Jim Rakete

  • Götz Alsmann im WN-Interview. Trotz Promo-Terminen, laufender Tournee, Radio- und TV-Verpflichtungen nahm er sich Zeit fürs Gespräch. Foto: Wilfried Gerharz

  • Götz Alsmann im WN-Interview. Foto: Wilfried Gerharz

  • Götz Alsmann im WN-Interview. Foto: Wilfried Gerharz

  • Nahmen gemeinsam das zweite Weihnachtsalbum ihrer Karriere auf: Götz Alsmann und die WDR-Big-Band. Titel: „Winterwunderwelt, Vol.2“. Foto: WDR/Ines Kaiser

25 Jahre Herzenswünsche: Viele Promis helfen mit

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  • Viele Promis helfen dem Verein: Darunter Chuck Norris

    Foto: Herzenswünsche
  • John Francis Bongiovi, Jr. (Bon Jovi)

    Foto: Herzenswünsche
  • Michael Jackson

    Foto: Herzenswünsche
  • Daniel Radcliffe (Harry Potter)

    Foto: Herzenswünsche
  • Boris Becker

    Foto: Herzenswünsche
  • Der Graf (Unheilig)

    Foto: Herzenswünsche
  • David Garrett

    Foto: Herzenswünsche
  • Arnold Schwarzenegger

    Foto: Herzenswünsche
  • Inga Rumpf und Atze Schröder

    Foto: Herzenswünsche
  • Lothar Matthäus

    Foto: Herzenswünsche
  • Fernsehaffe Charly

    Foto: Herzenswünsche
  • Otto

    Foto: Herzenswünsche
  • Ursula Karven

    Foto: Herzenswünsche
  • Horst Lichter

    Foto: Herzenswünsche
  • Thomas Gottschalk

    Foto: Herzenswünsche
  • Sandy Mölling (No Angels)

    Foto: Herzenswünsche
  • Günther Jauch

    Foto: Herzenswünsche
  • Brian May (Queen)

    Foto: Herzenswünsche

Der Superintendent des „Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken“ Rolf Krebs aus Steinfurt war von 2004 bis 2013 „Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen“. Als Mitgründer des Rotary-Clubs Gronau half er, viele soziale Projekte umzusetzen. 

Herbert Gövert, der frühere Bürgermeister von Wadersloh, war maßgeblich am Erweiterungsbau des Museums Abtei Liesborn beteiligt und ist heutiger Ehrenvorsitzender der „Museumsfreunde Liesborn“. Von 1972 bis 2007 engagierte er sich für das Deutsche Rote Kreuz. 

Die «Stolpersteine» des 71-jährigen Künstlers  Gunter Demnig sind Millionen Menschen ein Begriff. Seinen ersten habe Demnig 1992 vor dem Kölner Rathaus verlegt, teilte die Staatskanzlei mit. «Inzwischen erinnern in ganz Europa über 70.000 von Gunter Demnig in den Boden eingelassene Messingsteine an Opfer des Nationalsozialismus - mehrere Tausend Stolpersteine in ganz Nordrhein-Westfalen.»

Der in Hamm geborene Horst Hrubesch hatte in der Fußball-Bundesliga bei Rot-Weiss Essen begonnen, ehe der Angreifer mit dem Hamburger SV mehrfach deutscher Meister sowie Europapokalsieger wurde. Erfolgreich war der 68-Jährige außerdem unter anderem als Trainer mehrerer DFB-Nachwuchsteams. «Mit gespendeten Trikots für Versteigerungen verhilft er Kindern und Jugendlichen zu besseren Startchancen ins Leben», so die Staatskanzlei.

Mustafa Bayram aus Köln war 2004 Mitgründer und von 2005 bis 2017 Geschäftsführer der Kölner Bildungs- und Beratungsstelle „Coach e.V.“ für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Bis heute ist er im Vorstand des Vereins aktiv.

Der Theatermacher und Regisseur Dr. Frank Hoffmann (Luxemburg) war von 2004 bis 2018 Intendant der Ruhrfestspiele, die er zu einem der größten und renommiertesten Theaterfestivals in Europa machte.

Der Unternehmer Franz Jacoby aus Paderborn mit mehr als 1.000 Beschäftigten ist in den Gremien der IHK Paderborn aktiv und Gründungsmitglied der örtlichen Werbegemeinschaft. Als Kulturförderer hat er unter anderem die Philharmonische Gesellschaft Paderborn, den Domchor und das Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim unterstützt.

Seit 1984 leitet Lioba Lichtschlag aus Düsseldorf den Männer-Kirchenchor der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf. Sie ist für die Inhaftierten auch Beraterin, Gesprächspartnerin und Vermittlerin bei Konflikten.

Von 1980 bis 2010 war Helmut Linssen (Issum) ununterbrochen Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags, von 2005 bis 2010 Finanzminister. Er war federführend am sozialverträglichen Ausstieg aus der subventionierten Förderung der Steinkohle und an der Gründung der RAG-Stiftung beteiligt und von 2012 bis 2019 deren Finanzvorstand.

Der anerkannte Heimatforscher Werner Saure aus Arnsberg erforscht seit Jahrzehnten die jüdische Geschichte in Arnsberg und ist Herausgeber zahlreicher Bücher zur Heimatgeschichte.

Die ehemalige nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete (2000 bis 2017) Ute Schäfer  war von 2010 bis 2015 Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Sie ist heute aktiv für das „Literaturbüro“ in Detmold und Vorsitzende der Sportstiftung NRW.

Der Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur Gerhard Schmidt aus Köln hat sich sehr um die Entwicklung Nordrhein-Westfalens zum Medienstandort Nummer 1 verdient gemacht. Er ist Mitgründer des heutigen Film- und Medienverbandes sowie der Film- und Medienstiftung NRW.

Lena Strothmann aus Gütersloh war von 1998 bis 2019 als Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen die bundesweit erste Frau in dieser Position. Seit 2005 gehört die frühere Bundestagsabgeordnete dem Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks an.

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