Ausbildung
Weiter klare Vorlieben bei Lehrstellenwahl

Bei der Wahl des Ausbildungsplatzes setzen viele junge Menschen noch immer auf die klassischen Berufe. Doch es gibt Anzeichen für einen Wandel. Ein Aufsteiger hat mit der Digitalisierung zu tun.

Dienstag, 13.08.2019, 15:19 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 15:32 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Büro, Arztpraxis und Autowerkstatt: Bei der Wahl der Lehrstelle konzentriert sich der NRW-Nachwuchs weiterhin auf klassische Berufsfelder. Favoriten sind bei jungen Frauen die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und zur medizinischen Fachangestellten. Bei den jungen Männern liegen der Kraftfahrzeugmechatroniker und der Elektroniker vorne, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Aufstellung des Statistischen Landesamts für Ende 2018 hervorgeht. Zu diesem Zeitpunkt waren knapp 300 000 junge Leute in einer Ausbildung.

Den Angaben zufolge haben 55,6 Prozent der Frauen und 39,2 Prozent der Männer eine Lehrstelle aus den Top Ten der Beliebtheitsliste gewählt, zu der auch die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, zum Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik oder zu Friseurin zählt. Aufsteiger bei den jungen Männern ist die Ausbildung zum Fachinformatiker, die innerhalb einer Jahres von Platz 5 auf Platz 3 der gefragtesten Berufe geklettert ist.

Auch die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hatte kürzlich festgestellt, dass junge Männer bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz breiter aufgestellt sind als junge Frauen. Im aktuellen Bewerberjahrgang konzentrierten sich 37,8 Prozent der Männer auf die zehn beliebtesten Berufe, bei den Frauen seien es hingegen 55,7 Prozent.

Nach einer am Dienstag vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichten Auswertung der Ausbildungsverträge für die Jahre 2016 bis 2018 ändert sich das Berufswahlverhalten langsam. So wollen Mädchen zum Beispiel immer öfter Fachinformatikerin werden. Zwischen 2016 und 2018 ist der Beruf in der bundesweiten Beliebtheitsliste bei den Mädchen von Platz 41 auf Platz 33 geklettert.

Auch der Job als Kraftfahrzeugmechatroniker ist bei den jungen Frauen in der Beliebtheit gestiegen und hat sich in der Rangliste von Platz 43 auf Platz 36 vorgeschoben. Umgekehrte Beispiele gibt es auch: Mehr Jungen entscheiden sich dafür, zahnmedizinischer Fachangestellter zu werden (von Rang 131 auf Rang 113) oder Friseur (von Rang 41 auf 35). Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe hatten zuvor über die DIHK-Studie berichtet.

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