Wohnungspolitik
Zahl der Sozialwohnungen in NRW sinkt

Wohnungen auf dem freien Markt sind für viele Verbraucher gerade in Großstädten unbezahlbar geworden. Doch die Zahl der Sozialwohnungen schrumpft - in Nordrhein-Westfalen und den meisten anderen Bundesländern. Doch es gibt eine Ausnahme.

Mittwoch, 14.08.2019, 06:13 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 06:22 Uhr
Die Fassade eines Neubaublocks.
Die Fassade eines Neubaublocks. Foto: Jens Kalaene

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen schrumpft. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Danach gab es Ende 2018 noch 457 563 Sozialwohnungen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Das waren 3108 weniger als ein Jahr zuvor.

Bundesweit schrumpfte die Zahl der Sozialwohnungen um rund 42 500 auf knapp 1,2 Millionen. Besonders groß war der Rückgang in Brandenburg und Niedersachsen. In Berlin stagnierte die Zahl der Sozialwohnungen bei rund 116 000. Nur in Sachsen-Anhalt nahm die Zahl der Sozialwohnungen geringfügig zu - um 161 auf 11 784.

Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen Wohnungen nach einer bestimmten Zeit aus dieser Bindung und können normal am Markt vermietet werden. Sofern nicht im gleichen Umfang neue Sozialwohnungen gebaut werden, sinkt die Gesamtzahl. Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Caren Lay, forderte den Bund angesichts der Entwicklung auf, ein «Rettungsprogramm für den sozialen Wohnungsbau» aufzulegen.

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