Agrar
Dürrehilfe für 455 Landwirte in Nordrhein-Westfalen

Bonn (dpa) - Nordrhein-Westfälische Landwirte haben nach der langen Dürre im vergangenen Jahr bislang rund 8,7 Millionen Euro an staatlicher Nothilfe erhalten. Das jeweils zur Hälfte vom Land und vom Bund aufgebrachte Geld ging an 455 Bauern, wie das Bundesagrarministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Insgesamt wurden bundesweit bislang rund 228 Millionen Euro ausgezahlt. Die größte Einzelsumme aus dem Bund-Länder-Programm entfiel mit Stand 31. Juli auf Brandenburg mit 69,7 Millionen Euro. Auszahlungen sind noch bis 31. August möglich.

Montag, 19.08.2019, 13:37 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 13:42 Uhr
Ein Mähdrescher erntet ein Kornfeld ab.
Ein Mähdrescher erntet ein Kornfeld ab. Foto: Christophe Gateau

Bund und Länder hatten angesichts der extremen Trockenheit vor einem Jahr Hilfen von jeweils bis zu 170 Millionen Euro zugesagt. Schwelle für die Unterstützung ist, dass Betriebe in der Existenz gefährdet sind und ihre Erzeugung um mehr als 30 Prozent zurückgegangen ist. Gerechnet worden war mit bis zu 10 000 betroffenen Höfen. Hilfen erhalten haben bislang knapp 7000 Landwirte.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Ernteschäden am 22. August 2018 als Ereignis «nationalen Ausmaßes» eingestuft - und erstmals seit 2003 wieder Bundeshilfen wegen einer Dürre zugesagt.

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