Verkehr
Weniger Lkw für bessere Luft: Köln verhängt Durchfahrtverbot

Köln (dpa/lnw) - Für Lastwagen, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, gilt in der Kölner Innenstadt seit Donnerstag ein Durchfahrtverbot. Nach Angaben der Stadt müssen die schweren Laster auch Teile der rechtsrheinischen Stadtteile Deutz und Mülheim großräumig umfahren. Die Maßnahme gehört zum Kölner Luftreinhalteplan. Die Stadt erhofft sich davon eine deutliche Entlastung vom schweren Lkw-Verkehr. Verbotsschilder markieren die Grenzen der Zone. Ausgenommen von dem Verbot der Anlieferverkehr, auch Reisebusse dürfen wie gewohnt fahren.

Donnerstag, 22.08.2019, 14:19 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 14:32 Uhr
Auf einem Verkehrsschild ist das Durchfahrverbot für die Innenstadt für Lastwagen angezeigt.
Auf einem Verkehrsschild ist das Durchfahrverbot für die Innenstadt für Lastwagen angezeigt. Foto: Oliver Berg

Der Verband Spedition und Logistik NRW kritisierte das Durchfahrtverbot und drohte mit Klagen. Lastwagen, die vom Kölner Süden zum Niehler Hafen wollten, müssten nun bis zu 45 Kilometer weite Umwege in Kauf nehmen, sagte der Vorsitzende Rüdiger Ostrowski . Der Schadstoffausstoß werde somit nur verlagert. «Wir beantragen jetzt Ausnahmegenehmigungen - wenn die abgelehnt werden, werden betroffene Unternehmen klagen.»

Die Luftverschmutzung in der Millionenstadt ist seit langem viel zu hoch. Laut EU-Grenzwert dürfen es im Schnitt nur 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter sein, an einigen Stellen in Köln ist man von dieser Grenze weit entfernt. Am schlimmsten sieht es am rechtsrheinischen Clevischen Ring aus, dort wurden 2017 62 Mikrogramm gemessen. Ein Jahr später sank der Wert auf 59 Mikrogramm.

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