Denkmäler
Hermannsdenkmal soll mit Besucherzentrum aufgewertet werden

Detmold (dpa/lnw) - Das Gelände rund um das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald soll für Touristen und Besucher attraktiver werden. Am Donnerstag begannen daher die ersten Arbeiten zum Bau eines großen multimedialen Besucherzentrums. Die sogenannte Erlebniswelt Hermannsdenkmal soll Gäste auf 500 Quadratmetern über die Kulturgeschichte der Statue des Cheruskerfürsten informieren - und zwar mit modernen digitalen Mitteln. Geplant ist ein 360-Grad-Kino und der Einsatz von Virtual Reality.

Donnerstag, 22.08.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 16:02 Uhr
Das Hermannsdenkmal ist mit einer Gesamthöhe von 53,46 Metern die höchste Statue in Deutschland.
Das Hermannsdenkmal ist mit einer Gesamthöhe von 53,46 Metern die höchste Statue in Deutschland. Foto: Friso Gentsch

Das neue Gebäude auf dem weitläufigen Gelände am Fuße des Denkmals wird eine bestehende Touristeninformation ersetzen. Insgesamt kostet der Neubau 2,3 Millionen Euro, einen Großteil übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Läuft alles nach Plan, könnte die Erlebniswelt im April 2021 ihre Pforten öffnen, sagte eine Sprecherin des Landesverbandes Lippe. In den kommenden Jahren sollen noch weitere Maßnahmen folgen, die das Hermannsdenkmal touristisch aufwerten.

Mit einer halben Million Besucher pro Jahr ist das Hermannsdenkmal eines der beliebtesten Ausflugsziele in Nordrhein-Westfalen - und ein imposantes Nationalsymbol. Der Bildhauer Ernst von Bandel wollte ein Monument schaffen, dem es gelingt, den einstigen Flickenteppich aus Staaten zu einer deutschen Nation zu einen. Der Cherusker Arminius dabei steht für einen deutschen Gründungsmythos: für den Sieg der Germanen über die Römer in der Varusschlacht vor rund 2000 Jahren.

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