Kriminalität
Suche nach Waffenverstecken im Kreis Höxter «ergebnislos»

Borgentreich/Kassel (dpa/lnw) - Die Suche nach Waffenverstecken im Osten Nordrhein-Westfalens, die laut einem Medienbericht mit dem Mordfall Lübcke zusammenhing, ist ergebnislos verlaufen. Dies teilte das Landeskriminalamt am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage mit. Nach Informationen des «Westfalen-Blatts» stand die Suchaktion im Kreis Höxter im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Mordfall Lübcke. Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung, dass bei der Suche am Donnerstag unter anderem Spürhunde eingesetzt wurden.

Freitag, 23.08.2019, 14:23 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 14:32 Uhr
Absperrband ist vor dem Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) zu sehen.
Absperrband ist vor dem Haus des verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) zu sehen. Foto: Swen Pförtner

Das Landeskriminalamt hatte den Sucheinsatz bestätigt, über die Hintergründe jedoch keine Angaben gemacht. «In einem Verfahren, das durch Ermittler des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen geführt wird, haben sich Hinweise auf mögliche Verstecke in einem Waldstück und entlang einer stillgelegten Eisenbahnlinie im Umfeld der Gemeinde Borgentreich (Kreis Höxter) ergeben», hatte LKA-Sprecher Frank Scheulen erklärt. Die Ermittler gingen davon aus, «dass sich in diesen Verstecken möglicherweise Waffen oder sonstige relevante Gegenstände befinden könnten». Die Suchmaßnahmen seien am Donnerstagnachmittag beendet worden, sagte Scheulen am Freitag.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war am 2. Juni an seinem Haus bei Kassel (Hessen) erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Hauptverdächtige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber widerrufen. Der aus dem Kreis Höxter stammende Elmar J. (64) soll Stephan E. 2016 die spätere Tatwaffe verkauft haben. Den Kontakt zwischen den beiden soll der aus Kassel stammende Markus H. (43) hergestellt haben. Beiden wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

Erst diese Woche war bekannt geworden, dass die Ermittler im Mordfall Lübcke bei Durchsuchungen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg insgesamt 46 Schusswaffen beschlagnahmt haben.

  • Bericht des Westfalen-Blatts
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