Schulen
139 000 Schüler starten in NRW mit G9 an Gymnasien

Die Sommerferien in NRW sind fast vorbei, für rund 2,5 Millionen Schüler beginnt kommende Woche wieder der Alltag. An den Gymnasien gehen die ersten G9-Jahrgänge an den Start.

Freitag, 23.08.2019, 05:56 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 06:02 Uhr
Ein leeres Klassenzimmer.
Ein leeres Klassenzimmer. Foto: Bodo Schackow

Düsseldorf (dpa/lnw) - Für die Gymnasien in Nordrhein-Westfalen beginnt am kommenden Mittwoch eine neue Zeitrechnung. Mit Ausnahme von drei Schulen starten an den landesweit rund 600 Gymnasien die fünften und sechsten Klassen mit dem neunjährigen Bildungsgang. Insgesamt steigen 139 000 Schüler in G9 ein, wie das Schulministerium auf Anfrage mitteilte.

Damit wird der schrittweise Abschied vom achtjährigen «Turbo-Abitur» eingeleitet. Im G8-Bildungsgang lernen noch 381 000 Schüler. Der erste reguläre G9-Jahrgang macht 2027 Abitur. Die Kosten der Umstellung von G8 auf G9 in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro, vor allem für die Schaffung neuer Schulräume, übernimmt das Land.

Über die wichtigsten Entwicklungen bei den landesweit rund 5500 Schulen informiert Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag (10.00 Uhr) in der traditionellen Pressekonferenz zum Ferienende. Neben dem Start von G9 gehören inhaltlich dazu der Lehrermangel und der Sanierungsstau an den Schulen.

Für die meisten der rund 2,5 Millionen Schüler in NRW beginnt am kommenden Mittwoch wieder der Alltag. Die rund 158 400 Erstklässler dürfen auch einen Tag später eingeschult werden.

Der Lehrermangel ist auch im neuen Schuljahr eines der drängendsten Probleme. Gebauer erwägt inzwischen einen befristeten Gehaltsbonus für Lehrer, die bereit sind, an Brennpunktschulen zu arbeiten. Das Land stellt auch immer mehr Quereinsteiger ohne Lehrerausbildung ein. Vor einem Jahr hatte Gebauer die Lücke an allen Schulformen außer den Gymnasien für die kommenden zehn Jahre auf insgesamt 15 000 Lehrkräfte beziffert. An Gymnasien gibt es dagegen zu viele Bewerber.

Am stärksten leiden Grundschulen unter dem Lehrermangel. Die SPD und Bildungsverbände fordern seit langem den gleichen Lohn für alle verbeamteten Lehrer von der Grundschule bis zum Gymnasium.

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