Extremismus
Schengenraum-Einreiseverbot für russischen Rechtsextremisten

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen haben gegen einen in Köln aufgewachsenen russischen Rechtsextremisten ein Einreiseverbot für den Schengenraum erwirkt. Das teilt das nordrhein-westfälische Integrations- und Flüchtlingsministerium am Donnerstag mit. Zuvor hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und «Süddeutscher Zeitung» darüber berichtet.

Donnerstag, 29.08.2019, 18:22 Uhr aktualisiert: 29.08.2019, 18:32 Uhr
Joachim Stamp (FDP), nordrhein-westfälischer Integrationsminister, auf einer Pressekonferenz.
Joachim Stamp (FDP), nordrhein-westfälischer Integrationsminister, auf einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau

Den Recherchen zufolge soll Denis K. 34 Jahre alt und ein einflussreicher Akteur der rechtsextremen Kampfsport- und Hooliganszene sein. Auch soll er an Hooligan-Ausschreitungen in Marseille während der Fußball-Europameisterschaft 2016 teilgenommen haben.

Denis K. wird auch im aktuellen nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht erwähnt. Dort heißt es, er trage maßgeblich dazu bei, die rechtsextreme Kampfsportszene zu professionalisieren. Dazu führe er zahlreiche rechtsextremistische Kampfsportveranstaltungen in mehreren Ländern durch.

Nordrhein-Westfalens Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) sagte laut Mitteilung: «Wir gehen konsequent gegen alle Personen vor, die unsere demokratische Grundordnung und damit auch die öffentliche Sicherheit gefährden.»

Nach dpa-Informationen besteht eine schengenweite Ausschreibung zur Einreiseverweigerung. Grund ist eine Ausweisungsverfügung mit einem Einreise- und Aufenthaltsverbot der Stadt Köln vom 17. Juli 2019.

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