Verkehr
Dieselfahrverbot: Aachen legt Maßnahmen für bessere Luft vor

Aachen (dpa/lnw) - Die Aachener Stadtverwaltung hat erste Maßnahmen vorgelegt, um ein drohendes Dieselfahrverbot abzuwenden. Zu den vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen gehört die Erprobung eines Straßenbelags, der gesundheitsschädliches Stickoxyd binden soll, wie ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mitteilte. Der Belag werde bei einer ohnehin laufenden Baumaßnahme auf einen Straßenabschnitt aufgebracht.

Mittwoch, 11.09.2019, 13:30 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 13:42 Uhr
Autos befahren die Wilhelmstrasse.
Autos befahren die Wilhelmstrasse. Foto: Ralf Roeger

Daneben soll eine neue Umwelttrasse für Radfahrer, die auch für Busse freigegeben wird, für einen besseren Verkehrsfluss auf einer stark befahrenen Straße sorgen. Einen flüssigeren Verkehr und eine Minderung von Schadstoffen erwartet die Stadt durch unter anderem veränderte Ampelschaltungen. Der Stadtrat soll am 18. September über die Sofortmaßnahmen entscheiden. Verschiedene Medien hatten zuvor berichtet.

Ende Juli hatte das Gericht den Luftreinhalteplan für die Stadt Aachen für rechtswidrig erklärt, aber kein Fahrverbot angeordnet. Stadt und Land müssen einen neuen Plan auf Grundlage aktuellerer Messwerte und korrekter Prognosen erstellen. Der neue Plan muss auf einer zweiten Stufe zusätzliche Maßnahmen wie Fahrverbote enthalten, falls die Grenzwerte entgegen der Prognose doch nicht schnellstmöglich eingehalten werden.

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