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Prozesse um aufgespritzte Lippen beginnen

Bochum (dpa/lnw) - Zwei Frauen, die in größerem Umfang illegal Lippen aufgespritzt haben sollen, stehen ab kommender Woche vor dem Landgericht Bochum. Die Staatsanwaltschaft wirft den Frauen gefährliche Körperverletzung, Betrug und Steuerhinterziehung vor.

Dienstag, 17.09.2019, 06:32 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 06:42 Uhr
Prozesse: Prozesse um aufgespritzte Lippen beginnen
Foto: Guido Kirchner

Am 24. September beginnt die Verhandlung gegen eine 26-Jährige, der insgesamt 35 Taten vorgeworfen werden. Drei Tage später startet der Prozess gegen eine 29-Jährige, die ebenfalls mit sogenannten Schönheitskorrekturen illegal Kasse gemacht haben soll. Sie ist in 33 Fällen angeklagt, wie ein Sprecher des Landgerichts sagte. Die Zahl der Kundinnen könnte aber angesichts der hohen Einnahmen weitaus höher gelegen haben.

Viele Betroffenen hatten infolge der Behandlungen Schwellungen oder Entzündungen erlitten. Für das Aufspritzen der Lippen ist normalerweise eine ärztliche Approbation erforderlich, in bestimmten Fällen kann eine Heilpraktiker-Ausbildung ausreichen. Die beiden Angeklagten waren aber Ermittlerangaben zufolge gar nicht qualifiziert.

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