Prozesse
Schüler für Todesdrohung und Heil Hitler-Ruf verurteilt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein 18-jähriger Schüler ist wegen einer Todesdrohung gegen Lehrer und des Rufes «Heil Hitler» zu 60 Sozialstunden verurteilt worden. Außerdem vergatterte das Düsseldorfer Amtsgericht den Schüler, zwei Aufsätze zu schreiben. Die Richterin zeigte sich überzeugt, dass der Schüler an seiner Schule in Monheim gesagt hatte: «Ey Alter, ich steche alle Lehrer ab!». Anlass seien seine schlechten Noten gewesen.

Dienstag, 17.09.2019, 16:26 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 16:32 Uhr
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia.
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert

Knapp zwei Monate später hatte er laut Gericht beim Verlassen des Klassenraums «Heil Hitler» gerufen. Zuvor war dort ein Film über den Nationalsozialismus gezeigt worden. «Ich bin Ausländer, ich darf das», habe der Schüler zu ihr gesagt, berichtete eine als Zeugin geladene Geschichtslehrerin.

Den Hitler-Gruß hatte der 18-Jährige zugegeben, aber die Todesdrohung bestritten. Innerhalb von vier Wochen muss der 18-Jährige nun einen Aufsatz zur NS-Zeit schreiben und einen zum Thema: Warum Regeln in der Gemeinschaft wichtig sind.

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