Kriminalität
Einstiges Opfer von Lügde nun als Angeklagter vor Gericht

Paderborn (dpa/lnw) - Ein Opfer im Missbrauchsfall von Lügde steht ab Oktober als Angeklagter vor Gericht. Der mittlerweile 16-Jährige aus dem Kreis Höxter muss sich ab dem 10. Oktober vor dem Landgericht Paderborn wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs verantworten. Das teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Radio Hochstift hatte zuvor berichtet.

Mittwoch, 18.09.2019, 16:51 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 17:02 Uhr
Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen.
Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen. Foto: Britta Pedersen

Dem Teenager wird vorgeworfen, in Paderborn drei Kinder missbraucht zu haben. Für den Prozess sind laut Landgericht vorerst drei Verhandlungstage angesetzt. Der 16-Jährige sei über Jahre von einem der mittlerweile verurteilten Haupttäter im Fall Lügde missbraucht worden, so die Behörde.

Im Lügde-Verfahren waren Andreas V. und Mario S. vom Landgericht Detmold zu 13 beziehungsweise 12 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht ordnete Sicherungsverwahrung gegen die beiden Deutschen an, so dass sie nach Verbüßung ihrer Haftstrafen nicht freikommen. Auf einem Campingplatz im lippischen Lügde hatten die beiden Männer laut Urteil jahrelang in mehreren Hundert Fällen insgesamt 32 Kinder schwer sexuell missbraucht.

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