Nach Brand in Pariser Wahrzeichen
NRW-Spende für Notre-Dame geht ins Münsterland

Düsseldorf/Münsterland -

Ein Teil der in Nordrhein-Westfalen zugesagten Spenden für den Wiederaufbau der bei einem Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame geht nicht nach Paris. Die von der NRW.Bank bereitgestellten 50.000 Euro sollen im Rahmen des Studiengangs «Restaurator im Handwerk» an der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld im Münsterland eingesetzt werden, teilte ein Sprecher der landeseigenen Bank am Dienstag mit.

Dienstag, 24.09.2019, 16:35 Uhr aktualisiert: 24.09.2019, 17:25 Uhr
In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris hat es im April 2019 gebrannt.
In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris hat es im April 2019 gebrannt. Foto: Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Eine direkte Überweisung an das Spendenkonto der deutschen Unesco-Kommission sei nicht möglich, weil die Richtlinien zum gesellschaftlichen Engagement der NRW.Bank einen NRW-Bezug vorsähen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ( CDU ) hatte Unternehmen und Privatleute zu Spenden für Notre-Dame aufgerufen. Zuvor hatte die «Rheinische Post» berichtet.

An der Handwerksakademie solle eine 15-tägige Praxisschulung zu den im Mittelalter gebräuchlichen Handwerkstechniken für die Handwerksberufe Maurer, Schmied, Schlosser, Steinmetz, Bildhauer und Zimmerer angeboten werden. Es gebe insgesamt in Europa nur wenige Fachleute, die mit historischen Materialien und Bautechniken vertraut seien – eine Problematik, die nicht nur Frankreich oder Paris betreffe. Ein Praktikum auf der Baustelle in Paris werde angestrebt, sobald dies in die Abläufe in der Kathedrale passe.

Feuer in Kathedrale Notre-Dame

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  • Feuerschein erhellt die Pariser Nacht: Die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame ist am Montagabend in Brand geraten.

    Foto: Matthias Wagner
  • Über Stunden schlugen am Montagabend Flammen lichterloh aus dem Dachstuhl des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt.

    Foto: Francois Mori
  • Die Feuerwehr äußerte sich am späten Montagabend aber zuversichtlich, dass die Kathedrale nicht völlig zerstört wird.

    Foto: Julien Mattia
  • Über dem monumentalen Sakralbau war am Montag eine riesige Rauchsäule zu sehen.

    Foto: Diana Ayanna
  • Der Altar der Kathedrale Notre-Dame war von Rauch umgeben. Die wertvollsten Kirchenschätze – darunter die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll – wurden in Sicherheit gebracht.

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  • „Man kann annehmen, dass die Struktur von Notre-Dame gerettet und in ihrer Gesamtheit bewahrt ist“, sagte Paris‘ Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet.

    Foto: Julien Mattia
  • Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité, die wegen des Feuers von Sicherheitskräften abgeriegelt wurde.

    Foto: Thibault Camus
  • Der Brand löste tiefe Bestürzung und heftige Emotionen aus.

    Foto: Christophe Ena
  • Unzählige Menschen kamen am Abend zusammen, um zu beten oder gemeinsam zu singen.

    Foto: Francois Mori
  • Frankreis Präsident Emmanuel Macron (M.) sagte wegen des Brandes eine für den Abend geplante wichtige Fernsehansprache ab und begab sich zu der Kathedrale. Er versicherte: „Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen.“

    Foto: Philippe Wojazer
  • Auch aus dem Ausland erhielten die Franzosen viel Zuspruch. So twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU): „Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen. Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden.“

    Foto: Michael Euler/AP/dpa
  • Rund 400 Feuerwehrleute versuchten, den Brand einzudämmen.

    Foto: Michael Euler/AP/dpa
  • Aus der Ferne betrachten Einheimische und Touristen mit Entsetzen den Brand der Kathedrale.

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  • Die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, sprach von einem „fürchterlichen Brand“.

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  • Foto: Michael Euler
  • Das Feuer kurz vor Ostern könne mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Feuerwehr.

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  • Es sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht.

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  • Über dem Wahrzeichen waren am Montagabend Flammen und eine riesige Rauchsäule zu sehen.

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  • Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen.

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  • Flammen schlugen lichterloh aus dem Dachstuhl.

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  • Das Feuer sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden.

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  • Witterung und Luftverschmutzung haben dem Baudenkmal über die Jahre schwer zugesetzt. Um Geld für die Sanierung aufzutreiben, war vor einiger Zeit eine Spendenaktion auf den Weg gebracht worden.

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  • Nun brachte die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine eine Spendensammlung für den Wiederaufbau auf den Weg. „Damit Notre-Dame aus der Asche wiedergeboren werden kann, starten wir einen internationalen Aufruf“, schrieb die Stiftung.

    Foto: Lori Hinant/AP/dpa
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich betroffen und sagte eine für den Abend geplante wichtige Fernsehansprache ab. «Notre-Dame von Paris den Flammen ausgeliefert. Emotion einer ganzen Nation», teilte der Präsident auf Twitter mit. Er sei in Gedanken bei allen Katholiken und allen Franzosen. Wie alle französischen Mitbürger sei er an diesem Abend traurig, «diesen Teil von uns brennen zu sehen».

    Foto: Matthias Wagner/dpa
  • «Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa», schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. «Wir sind heute alle bei Paris.»

    Foto: Juan Cristobal Cruz Revueltas
  • Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung.

    Foto: Christian Böhmer/dpa (Archiv-Foto)
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