Drei Apotheken geschlossen
Vergiftung: Laumann will kein Restrisiko in Kauf nehmen

Köln/Düsseldorf -

Nach dem Tod einer schwangeren Frau und ihres per Kaiserschnitt geborenen Babys durch eine vergiftete Glukosemischung hat Gesundheitsminister Karl -Josef Laumann zusammen mit der Bezirksregierung Köln bis auf Weiteres die Schließung von drei Apo­theken verfügt.

Donnerstag, 26.09.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 20:06 Uhr
Karl-Josef Laumann
Karl-Josef Laumann Foto: dpa

Alle drei gehörten zum selben Apothekenverbund, begründete er die Maßnahme am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft habe noch nicht ermittelt, ob die Vergiftung in Folge eines Missgeschicks geschah oder „ob es sich möglicherweise um eine absichtliche Manipulation handelt“. Deshalb seien gleich alle drei Apotheken des Verbundes geschlossen worden, weil die Mitarbeiter Zugang zu ­allen drei Filialen hätten. Derzeit sei nichts auszuschließen.

Die Apotheken zu schließen, diene dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung und sei Ergebnis einer gründlichen und nicht einfachen Abwägung, bekräftigte Laumann . „Ich bin nicht bereit, ein Restrisiko in Kauf zu nehmen.“ Erst müsse klar sein, ob kriminelle Energie hinter den Fällen stehe.

Die Schwangere hatte vor einer Untersuchung die ver giftete Glukose-Mischung aus einer der drei Apotheken ein­genommen und war kurz darauf gestorben. Auch das Baby starb wenig später an multiplem Organversagen. Um welche toxische Sub­stanz es sich handelt, ist noch unbekannt.

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