Konflikte
Weitere Verhandlung gegen Kölner Adil Demirci in der Türkei

Die Justiz in Istanbul beschäftigt sich weiter mit dem Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci. Am Dienstag findet eine Verhandlung statt.

Dienstag, 15.10.2019, 00:04 Uhr aktualisiert: 15.10.2019, 00:12 Uhr
Adil Demirci, in der Türkei angeklagter Kölner Sozialarbeiter.
Adil Demirci, in der Türkei angeklagter Kölner Sozialarbeiter. Foto: David Young

Istanbul (dpa/lnw) - Im Prozess gegen den in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagten Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci findet am Dienstag in Istanbul eine weitere Verhandlung statt. Große Bewegungen im Fall erwarteten am Montag weder Demirci noch sein Anwalt Keles Öztürk. Er werde nicht aus Deutschland anreisen, sagte Demirci der Deutschen Presse-Agentur.

Demirci (33) hatte nach rund 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre im Juni das Land verlassen dürfen. Er versuche derzeit wieder in den deutschen Alltag und die Normalität zurückzufinden, sagte Demirci. Er verbringe viel Zeit mit den Mitgliedern des Solidaritätskreises, der ihn während der Haftzeit unterstützt hatte. Daraus werde nun ein Verein, «Stimmen der Solidarität - Mahnwache Köln», der sich weiter für in der Türkei inhaftierte Journalisten, Akademiker und andere einsetzen wolle.

Der Fall Demirci ist einer der prominentesten verbliebenen Fälle gegen Deutsche in der Türkei. Demirci, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit hat, war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. Demirci weist die Vorwürfe zurück.

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