Einzelhandel
Führungswechsel bei Ceconomy: Düttmann übernimmt Chefsessel

Düsseldorf (dpa) - Führungswechsel bei Ceconomy: Nach nur sieben Monaten an der Spitze des vor allem durch seine Elektronikketten Media Markt und Saturn bekannten Konzerns musste Vorstandschef Jörn Werner am Donnerstag seinen Hut nehmen. In einer außerordentlichen Sitzung berief der Ceconomy-Aufsichtsrat den Aufsichtsrat Bernhard Düttmann zum vorläufigen neuen Konzernchef für die nächsten zwölf Monate.

Donnerstag, 17.10.2019, 21:52 Uhr aktualisiert: 17.10.2019, 22:02 Uhr
Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn.
Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn. Foto: Armin Weigel

Die Trennung von Werner erfolge im gegenseitigen Einvernehmen, erklärte Aufsichtsratschef Jürgen Fitschen in einer Ad-hoc-Mitteilung und dankte dem Manager für seine Arbeit. «Mit Blick auf die Führung des Unternehmens gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen zwischen ihm und dem Aufsichtsrat, so dass die Trennung ein konsequenter Schritt ist», begründete Fitschen den Schritt.

Düttmann wird nicht nur neuer Vorstandsvorsitzender von Ceconomy. Er wird zudem Arbeitsdirektor und verantwortet neben Personal künftig die Strategie des Konzerns. Die Umsetzung der Strategie soll durch ein neues Gremium sichergestellt werden, dem neben dem Ceconomy-Vorstand auch die Geschäftsführung von MediaMarktSaturn angehört. Nach Abschluss des letzten Geschäftsmonats im Geschäftsjahr 2018/19 gebe es keinerlei Anhaltspunkte, dass Ceconomy die bislang veröffentlichte Prognose nicht erreiche, betonte das Unternehmen.

Der Elektronikhändler steckt seit geraumer Zeit in der Krise - nicht zuletzt wegen des harten Wettbewerbs im Online-Handel. Im vergangenen Jahr verschreckte das Unternehmen die Börse gleich mehrfach mit Gewinnwarnungen. Der langjährige Konzernchef Pieter Haas und sein Finanzvorstand Mark Frese mussten deshalb ihren Hut nehmen.

Abhilfe schaffen sollte eine neue Führungsspitze mit Werner und dem ebenfalls neuen Media-Markt-Saturn-Chef Ferran Reverter. Medienberichten zufolge soll es aber in den vergangenen Monaten wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Managern gekommen sein.

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