Museen
Küppersmühle zeigt Werke von Grosse und Graubner

Zwei Künstler und viel Farbe: Dass Grosse und Graubner vieles trennt, sieht man auf den ersten Blick. Das Gemeinsame, die gegenstandslose Farbmalerei, ebenso. Das Museum Küppersmühle in Duisburg wagt einen vergleichenden Blick.

Donnerstag, 31.10.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 16:52 Uhr
Die Künstlerin Katharina Grosse steht vor einem ihrer Werke im Museum Küppersmühle.
Die Künstlerin Katharina Grosse steht vor einem ihrer Werke im Museum Küppersmühle. Foto: Fabian Strauch

Duisburg (dpa/lnw) - Unter dem Titel «Farbe absolut» zeigt das Museum Küppersmühle in Duisburg seit Donnerstag Werke der Künstler Katharina Grosse (58) und Gotthard Graubner (1930-2013). Zu sehen sind 55 Arbeiten, darunter eine 17 Meter lange Tucharbeit Grosses sowie Graubners raumfüllender «Assisi-Zyklus». Die Ausstellung endet am 26. Januar 2020, wie die Stiftung für Kunst und Kultur mitteilte.

«Im Zentrum der Ausstellung steht der Dialog der Werke - und damit die Auseinandersetzung mit dem Wesen und den Möglichkeiten der Farbmalerei», erklärte eine Sprecherin der Stiftung. Gemeinsamer Ausgangspunkt beider Künstler sei die Überzeugung von der überzeitlichen, existenziellen Kraft der Farbe, die sich unmittelbar auf den Betrachter übertrage und physisch erfahrbar werde. «Umso überraschender ist es zu erleben, zu welch unterschiedlichen malerischen Ergebnissen Katharina Grosse und Gotthard Graubner gelangen.»

Graubner wurde seit den 1960er-Jahren unter anderem durch seine objekthaften, wie Kissen gepolsterten «Farbraumkörper» bekannt. «Das Aufeinandertreffen unserer Arbeiten ist nicht einfach», sagte Grosse am Donnerstag über die Ausstellung. «Es birgt gewissermaßen sogar Konflikte in sich. Dennoch gehen unsere Arbeiten auf ähnliche Grundannahmen zurück.» Als Beispiele nannte sie eine offene Struktur, die Energie der Farbe und deren Verbindung zum Körperlichen.

Die beiden Künstler verbindet außer der Farbmalerei noch mehr: In den 1980er Jahren besuchte Grosse einige Jahre lang die Klasse Graubners an der Düsseldorfer Akademie, wo er von 1976 bis 1998 eine Professur innehatte. Grosse unterrichtete dort als Professorin von 2010 bis 2018.

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