Extremismus
Reul: Rechtsextremismus größte Bedrohung für Sicherheit

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat den Rechtsextremismus als neben dem Islamismus «größte Gefahr für die innere Sicherheit in unserem Land» genannt. «Neu ist der bewaffnete Angriff auf Vertreter des Staates», sagte Reul am Montag bei einer Fachtagung über Rechtsextremismus in Düsseldorf - mit Blick auf den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU). «Der rechtsextreme Terror ist eine ernsthafte Gefahr.»

Montag, 04.11.2019, 12:43 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 12:52 Uhr
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU).
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). Foto: Oliver Auster

Nach einer weltweiten Serie von rechtsextremen Anschlägen, zuletzt in Halle, warnten Experten in Düsseldorf vor neuen Tätertypen: Vom psychisch stark gestörten Rechtsextremen wie dem Attentäter von München bis zu «einsamen Wölfen», bislang unbekannten Attentätern wie der in Halle, die sich anscheinend ausschließlich über das Internet radikalisierten.

Zwar sei die Zahl der Rechtsextremen im bevölkerungsreichsten Bundesland mit 3255 zuletzt gesunken, aber die Zunahme antisemitischer Gewalttaten in NRW von 6 (2017) auf 16 im Jahr 2018 sei besorgniserregend, sagte Reul . Es gebe außerdem Radikalisierte in der Szene, die Endzeit- und Bürgerkriegsszenarien entwerfen und zur Bewaffnung aufrufen. Ein «richtiges Problem» sei, dass sich die AfD nicht klar von der Neuen Rechten abgrenze, sagte Reul.

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