Kommunen
Dortmund schließt Laden mit extrem rechter Kundschaft

Dortmund (dpa/lnw) - Die Stadt Dortmund hat einen umstrittenen Laden geschlossen, in dem bei Rechtsextremen beliebte Kleidung verkauft wurde. Man habe das Geschäft in der Innenstadt wegen Mängeln beim Brandschutz am Dienstag «im Wege des Sofortvollzugs» dichtgemacht und versiegelt, begründete die Stadt. Ein Sprecher ergänzte am Mittwoch auf Anfrage: «Dass die Stadt keinen Laden haben will, der an die rechtsextremistische Szene Kleidung verkauft, liegt auf der Hand.»

Mittwoch, 06.11.2019, 12:45 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 12:52 Uhr

Seit der Eröffnung vor gut zwei Monaten hatte es Proteste gegen das Geschäft gegeben, im dem Kleidung der Marke Thor Steinar angeboten wurde. Sie gilt als Erkennungsmerkmal der rechtsextremen Szene. Einige Medien hatten über die Schließung berichtet.

Bei zwei Ortsbesichtigungen am Dienstag - eine in Begleitung der Polizei - wurde nach Angaben der Stadt auch an den Rettungswegen ein wesentlicher Mangel festgestellt. Dem Mieter habe man zudem schon im Oktober eine Nutzungsunterlassung zugestellt, weil gar keine Baugenehmigung für einen Betrieb als Ladenlokal vorlag. Der Mieter habe darauf bislang nicht reagiert.

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