Landtag
SPD und Grüne fordern schnellere Maßnahmen für Grundschulen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Angesichts des Lehrkräftemangels an Grundschulen fordert die SPD von der Landesregierung konsequentere Maßnahmen. Allein 300 zusätzliche Studienplätze für das Grundschullehramt reichten nicht aus, um die Bildungsmisere zu stoppen, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jochen Ott, am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde im Landtag. 30 Prozent der Lehramtsstudenten kämen Statistiken zufolge ohnehin nie in den Schulen an. Die schwarz-gelbe Landesregierung habe kein Konzept für die Neuregelung des Ganztags und sende kein Signal für die lang geforderte höhere Besoldung der Lehrer, sagte Ott.

Donnerstag, 14.11.2019, 11:21 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 11:32 Uhr

Die Grünen-Schulpolitikerin Sigrid Beer sagte, die Grundschulen und Lehrer brauchten neben materieller Unterstützung auch Wertschätzung. Während für die Umstellung der Gymnasien auf den neunjährigen Bildungsgang «schnell mal 500 Millionen Euro locker gemacht wurden», lasse der von FDP-Schulministerin Yvonne Gebauer versprochene Masterplan Grundschule weiter auf sich warten.

Gebauer warf der Opposition vor: «Sie spielen sich zum Robin Hood für die Grundschulen auf.» Dabei habe die rot-grüne Vorgängerregierung jahrelang die Hilferufe der Grundschulen zwar vernommen, aber nicht gehandelt. Die «Fahrlässigkeit» von Rot-Grün habe zu dem Missverhältnis von zwar vorhandenen Stellen an Grundschulen, aber fehlenden Lehrkräften geführt.

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