Auszeichnung
Schülerin aus Münster siegt bei Geschichtswettbewerb

Münster/Berlin -

Lena Huynh von der Friedensschule Münster ist so etwas wie eine Vorzeigeschülerin. Am Dienstag fehlt sie trotzdem im Unterricht. Denn sie holt sich beim Bundespräsidenten einen Preis ab.

Dienstag, 19.11.2019, 06:16 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 21:41 Uhr
Auszeichnung: Schülerin aus Münster siegt bei Geschichtswettbewerb
Lena Huynh von der Friedensschule hat den ersten Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen. Foto: Körber-Stiftung /Jörg Heupel

Eine Schülerin aus Münster wird für ihre Forschung zu den vietnamesischen „Boatpeople“ mit einem ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Schüler aus Nordrhein-Westfalen können sich ebenfalls über zweite und dritte Preise freuen, wie die Körber-Stiftung mitteilte.

Lena Huynh , Schülerin der 13. Klasse der Friedensschule in Münster, hat in ihrer erstplatzierten Forschungsarbeit die Fluchtgeschichte ihres Vaters reflektiert und sich auf diese Weise mit den Folgen des Vietnamkrieges, den Umständen der Flucht sowie mit Fragen des Ankommens befasst. Dabei gehe es auch um das frühere Schweigen des Vaters über das Thema als wichtige Strategie der persönlichen Krisenbewältigung. Huynh gehe auf „ganz faszinierende und wahnsinnig bewegende Weise“ an ihr Thema heran, lobte die Jury. Als eine von fünf Erstplatzierten erhält Huynh 2000 Euro.

Lena Huynh aus Münster siegt bei Geschichtswettbewerb

Thema „So geht's nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ 

Die Siebtklässler Mika Wolff und Luke Hedfeldt von der Maristenschule in Recklinghausen haben sich mit der eng mit der Bergbaugeschichte im Revier geknüpften Geschichte des Theaterfestivals Ruhrfestspiele befasst. Eine Schülergruppe der 3. Klasse der Roncallischule in Beckum bei Hamm wird ausgezeichnet für ein „Mut-Mach-Buch“, in dem Schüler schildern, wie sie oder ihre Eltern persönliche Krisen von Tod, Krankheit, Flucht und Ankommen gemeistert haben. Acht dritte Preise gehen nach Herford, Detmold, zweimal nach Münster, Emsdetten, Geilenkirchen, Hamm und Rüthen.

An dem Geschichtswettbewerb zu dem Thema „So geht's nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ beteiligten sich bundesweit mehr als 5600 Kinder und Jugendliche und reichten 1992 Beiträge ein. Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise für die besten Arbeiten. Die fünf ersten Preise sollen am Dienstagvormittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue überreicht werden.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag im Schloss Bellevue in Berlin die erfolgreichen Teilnehmer des Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Lena Huynh aus der 13. Klasse der Friedensschule Münster überreichte er eine Urkunde für ihre Arbeit „Das Leben mit der Krise. Vietnamesische Boat People als Folge des Vietnamkrieges“. Foto: dpa

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