Industrie
Demo bei Thyssenkrupp: Klarheit für Aufzugssparte gefordert

Bei Thyssenkrupp melden sich die Beschäftigten zu Wort. Jetzt fordern Mitarbeiter der Aufzugssparte Klarheit über ihre Zukunft. Der Konzern braucht Geld - und das soll aus dem Geschäft mit den Aufzügen kommen.

Mittwoch, 04.12.2019, 03:13 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 05:04 Uhr
Ein Mitarbeiter hält seinen Helm mit einem Logo und dem Schriftzug des Konzerns in der Hand.
Ein Mitarbeiter hält seinen Helm mit einem Logo und dem Schriftzug des Konzerns in der Hand. Foto: Marcel Kusch

Essen (dpa/lnw) - Nach den Stahlarbeitern wollen bei Thyssenkrupp auch Beschäftigte aus der Aufzugssparte demonstrieren. Bei einer Kundgebung am heute Mittag an der Konzernzentrale in Essen wollen sie Auskunft über die Pläne der Konzernleitung für das profitable Aufzugsgeschäft verlangen. Am Dienstag hatten nach Gewerkschaftsangaben rund 6000 Stahlarbeiter von Thyssenkrupp in Duisburg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Thyssenkrupp will sich zumindest von Teilen des Aufzugsgeschäfts trennen, um Geld für den notwendigen Konzernumbau zu erhalten. Ob dies über einen Börsengang, einen Komplett- oder einen Teilverkauf geschehen soll, ist nach Unternehmensangaben noch nicht entschieden. Eine Entscheidung, welche dieser Möglichkeiten weiterverfolgt wird, soll im ersten Quartal kommenden Jahres fallen.

Die IG Metall wirft dem Konzern vor, die Arbeitsplätze in der Aufzugssparte zum Spekulationsobjekt zu machen. Die Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag für die Beschäftigten stockten. Das Management weigere sich beharrlich, die erforderlichen Sicherheiten für Arbeitsplätze und Standorte zu geben. Thyssenkrupp Elevator hat weltweit mehr als 50 000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 8 Milliarden Euro.

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