Auszeichnungen
«1Live-Krone»: Hörer setzen Juju und Sido auf den Thron

Bereits zum 20. Mal haben Radiohörer ihren Lieblingen der deutschsprachigen Musiklandschaft die «1Live-Krone» aufgesetzt. Die Verleihung des Radiopreises zeigt, dass Hip-Hop beim jungen Publikum die Nase vorn hat.

Donnerstag, 05.12.2019, 22:36 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 09:31 Uhr
Sido freut sich bei der Verleihung der 1Live-Krone über den Preis in der Kategorie "Bester Künstler".
Sido freut sich bei der Verleihung der 1Live-Krone über den Preis in der Kategorie "Bester Künstler". Foto: Rolf Vennenbernd

Bochum (dpa) - Mit gleich zwei Auszeichnungen ist die Rapperin Juju die große Gewinnerin des Radiopreises « 1Live Krone » 2019. Die 27-Jährige («Bling Bling», «Hardcore High») ist bei der Verleihung des Publikumspreises am Donnerstagabend in Bochum nicht nur zur «Besten Künstlerin» des Jahres gewählt worden. Mit dem Sänger Henning May räumte sie auch die Auszeichnung «Beste Single» für den gemeinsamen Hit «Vermissen» ab. Auch Henning May durfte zweimal jubeln: AnnenMayKantereit («Marie», «Ozean»), deren Frontsänger er ist, wurde zur «Besten Band» gekürt - nach mehrfachen Nominierungen endlich die erste Krone für die Kölner.

Dass Hip-Hop in der Gunst des jungen Publikums derzeit weit oben rangiert, zeigte der Gewinner der dritten Königsdisziplin: Der Berliner Rapper Sido («Tausend Tattoos», «Mein Block») setzte sich als «Bester Künstler» gegen nominierte Sänger wie Mark Forster, Nico Santos oder Max Giesinger durch. Die Rapper Marteria & Casper («Adrenalin», «Supernova»), nach mehreren Kronen als Solokünstler schon vergangenes Jahr zweimal als Duo gekrönt, konnten sich über ihren Sieg in der Kategorie «Bester Live Act» freuen. Als «Bester Hip-Hop Act» setzte sich der Berliner Rapper Kontra K («Erfolg ist kein Glück», «Blei») durch.

Die Gewinner der „1Live-Krone“ 2019

1/11
  • Casper (l) und Marteria freuen sich bei der Verleihung der 1Live-Krone in der Jahrhunderthalle über die Auszeichnung in der Kategorie „Bester Live Act“.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Abräumerin des Abends: Sängerin Juju („Bling Bling“, „Hardcore High“) siegte in den Kategorien „Beste Single“ und „Beste Künstlerin“. Als beste Single wurde „Vermissen“ gekürt, den Juju gemeinsam mit AnnenMayKantereit herausgebracht hat.

    Foto: Henning Kaiser
  • Doppelter Grund zur Freude: AnnenMayKantereit wurde auch zur „besten Band“ gewählt. Severin Kantereit (l) und Henning May bedanken sich für die zweifache Auszeichnung.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Rapper Sido wurde von den Hörern zum „Besten Künstler“ gewählt.

    Foto: Henning Kaiser
  • Kontra K gewann in der Kategorie „Bester Hip-Hop Act“.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Die Band Giant Rooks bekam den „Förderpreis“ verliehen.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • DJ Felix Jaehn wurde als „Bester Dance Act“ geehrt.

    Foto: Henning Kaiser
  • Teresa Enke nimmt für die Robert-Enke-Stiftung den Sonderpreis aus den Händen von Laudator Jürgen Domian entgegen.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Auch musikalisch hatte der Abend einiges zu bieten: Bosse und Alice Merton,...

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • ...die Toten Hosen...

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • ...und Moderator Luke Mockridge traten unter anderem in der Jahrhunderthalle auf.

    Foto: Rolf Vennenbernd

Bestimmt durch die Redaktion wurde auch in diesem Jahr eine Comedy-Krone vergeben: Der Podcaster und Stand-Up-Comedian Felix Lobrecht nahm sie entgegen. Erstmals in der Geschichte des Radiopreises wurde der «Beste Dance Act» gesucht: Erfolgs-DJ Felix Jaehn («Cheerleader», «So Close») war in den vergangenen Jahren bereits sieben Mal nominiert, konnte aber erst jetzt seine erste Krone entgegennehmen: «Danke, ' 1Live ', dass ihr extra eine Kategorie für mich gemacht habt», sagte er.

Bereits zum 20. Mal haben die Hörer der jungen WDR-Welle «1Live» ihre Favoriten in der deutschsprachigen Pop- und Hip-Hop-Landschaft gekürt. In einem Online-Voting konnten sie in sieben Kategorien über rund 40 Musiker und Bands abstimmen. «Topstars treffen auf die spannendsten Newcomer der deutschen Musikszene», formulierte 1Live-Musikchef Andreas Löffler den Anspruch des Awards.

Für einen nachdenklichen Moment sorgte die Vergabe des diesjährigen Sonderpreises an die Robert-Enke-Stiftung, die sich für Aufklärungsarbeit und Erforschung von Depressionskrankheiten einsetzt. Fußball-Torwart Robert Enke nahm sich vor zehn Jahren das Leben. Er hatte mehrere Jahre unter Depressionen gelitten. Der Preis stehe für sie auch für die Entstigmatisierung der Krankheit Depression: «Es ist toll, dass sie angekommen ist, hier auch auf so einer bunten Veranstaltung, wo alles lustig ist, tolle Music-Acts. Und trotzdem reden wir über dieses Thema ohne Angst zu haben», sagte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Witwe von Robert Enke.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7113230?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Videointerview: Premiere für Sascha Hildmann in Jena
Fußball 3. Liga : Videointerview: Premiere für Sascha Hildmann in Jena
Nachrichten-Ticker