Prozesse
Zwei Jahre Loveparade-Prozess: schon 166 Verhandlungstage

Düsseldorf (dpa) - Der Strafprozess um das Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg mit 21 Toten und Hunderten Verletzten geht an diesem Sonntag ins dritte Jahr. Bislang gab es 166 Verhandlungstage. Das Landgericht Duisburg verhandelt aus Platzgründen in einem großen Saal auf dem Düsseldorfer Messegelände. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden.

Freitag, 06.12.2019, 05:52 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 06:03 Uhr
«Landgericht Amtsgericht» ist über dem Eingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg zu lesen.
«Landgericht Amtsgericht» ist über dem Eingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg zu lesen. Foto: Christophe Gateau

Der Prozess hatte am 8. Dezember 2017 nach jahrelangen Ermittlungen und juristischem Tauziehen zunächst gegen zehn Beschuldigte begonnen. Vier leitenden Mitarbeitern des Veranstalters Lopavent und sechs Mitarbeitern der Stadt Duisburg warf die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Von schweren Planungsfehlern war die Rede. Die Verfahren gegen die städtischen Mitarbeiter und einen Lopavent-Beschäftigten wurden im Februar 2019 wegen vermutlich geringer Schuld ohne Auflagen eingestellt. Die übrigen drei lehnten eine Einstellung ab.

«Das Verfahren findet weiterhin in einer sehr konzentrierten und zielorientierten Atmosphäre statt», teilte das Gericht zum zweiten Jahrestag des Prozessbeginns auf Anfrage mit. «Es ist spürbar, dass sämtliche Verfahrensbeteiligten - Verteidiger, Nebenklage-Anwälte und Staatsanwälte - nach wie vor an der Aufklärung der Ereignisse interessiert sind und daran konstruktiv mitwirken.»

Der Prozess wird am 10. Dezember fortgesetzt.

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