Bergbau
Stiftung will Folgekosten des Steinkohlebergbaus senken

Essen (dpa) - Die Folgekosten des Ende 2018 ausgelaufenen deutschen Steinkohlebergbaus sollen in den kommenden Jahren sinken. «Wir werden in diesem Jahr knapp unter den angepeilten 300 Millionen Euro liegen, und unser Ziel ist es, die Kosten spürbar zu verringern», sagte der Chef der Essener RAG-Stiftung, Bernd Tönjes, der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ/Mittwoch). «Mittelfristig streben wir 250 Millionen Euro an. Später wollen wir sogar auch durch technische Optimierungen unter 200 Millionen Euro kommen.»

Mittwoch, 11.12.2019, 06:48 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 07:02 Uhr
Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, spricht auf einer Pressekonferenz.
Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Roland Weihrauch

Die Kosten sind durch die Einnahmen der Stiftung mehr als gedeckt: Laut Tönjes werden voraussichtlich 2019 etwa 450 Millionen Euro aus Aktienerlösen und Beteiligungen in die Kasse kommen. Damit bleibt die öffentliche Hand entlastet.

Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Ausgaben etwa für das Abpumpen des Grubenwassers aus den stillgelegten Zechen und andere Maßnahmen 2019 angestiegen: Im laufenden Jahr sind es knapp 300 Millionen Euro, zuvor hatte die Stiftung für die sogenannten Ewigkeitsaufgaben jährliche Kosten von 220 Millionen Euro veranschlagt.

Der Grund für den Anstieg war nach früheren Angaben von Tönjes die verzögerte Umsetzung eines neuen Konzepts für die Grubenwasserhaltung. Das Verfahren gestaltete sich schleppend. Die Stiftung finanziert sich vor allem aus der Dividende des Chemiekonzerns Evonik, dessen Mehrheitsaktionär sie ist.

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