Kriminalität
Polizei: Wieder Bahn nach Oberleitungsschaden geräumt

Oberhausen (dpa/lnw) - Am zweiten Tag hintereinander ist in Oberhausen eine Regionalbahn nach einem Oberleitungsschaden geräumt worden. Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr, sagte eine Sprecherin. Am Montag hatten Unbekannte kurz vor dem Bahnhof Oberhausen-Sterkrade ein Draht-Holzgeflecht in die Oberleitung gehakt. Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus. Die herannahende Regionalbahn fuhr in das Hindernis und leitete auf freier Strecke eine automatische Zwangsbremsung ein. Die rund 20 Fahrgäste blieben unverletzt. Die Strecke wurde acht Stunden lang gesperrt.

Dienstag, 17.12.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 17:42 Uhr
Der Stromabnehmer einer Elektrolok der Bahn gleitet an der Oberleitung entlang.
Der Stromabnehmer einer Elektrolok der Bahn gleitet an der Oberleitung entlang. Foto: Roland Weihrauch

Am Dienstag riss auf derselben Strecke an einer Brücke in der Nähe der Autobahn 42 eine Oberleitung als eine Regionalbahn durchfuhr - möglicherweise erneut durch einen Fremdkörper in der Oberleitung. Der Zug kam zum Stehen, mehr als 100 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht. Nach dem Vorfall stellte die Polizei einen Draht sicher, der an der Brücke am Geländer festgezwirbelt war. Möglicherweise habe sich die Bahn in diesem Rosendraht verfangen und sei so beschädigt worden. Anders als beim vorangehenden Vorfall konnte die Polizei aber bislang nicht eindeutig die Ursache für den Oberleitungsschaden klären. Ob ein Zusammenhang zum Vorfall vom Vortag besteht, sei aber völlig offen.

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