Notfälle
Explosion in Oer-Erkenschwick: Wohnung wohl leer

Nach einer heftigen Explosion in einem Wohnhaus im Ruhrgebiet teilt die Feuerwehr mit, dass die drei zunächst vermissten Bewohner aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu Hause waren.

Dienstag, 17.12.2019, 22:34 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 22:42 Uhr
Einsturzgefahr nach Explosion in Wohnhaus im Ruhrgebiet.
Einsturzgefahr nach Explosion in Wohnhaus im Ruhrgebiet. Foto: TNN

Oer-Erkenschwick (dpa/lnw) - Nach einer Explosion in einem Wohnhaus im Ruhrgebiet geht die Feuerwehr davon aus, dass die Bewohner bei der Detonation nicht im Gebäude waren. Drei zunächst vermisste Bewohner seien nicht zu Hause gewesen, sagte ein Sprecher unter Berufung auf Nachbarn. Beim Explosionsort handele es sich um die Wohnung der drei, die den Angaben zufolge verreist sind. «Wir gehen erstmal davon aus, dass es so ist», sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Demnach gab es am Abend zunächst keine Hinweise, dass sich noch jemand im Gebäude befinden könnte.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte Gas die Ursache der Explosion gewesen sein. Feuerwehrleute konnten das einsturzgefährdete Gebäude am Abend nicht betreten. «Es ist alles soweit abgesichert», sagte der Polizeisprecher rund fünf Stunden nach der Explosion. Am Mittwoch sollten Einsatzkräfte das Gebäude untersuchen. «Es ist soweit erstmal die Gefahr gebannt», sagte der Sprecher.

Fünf Bewohner aus dem ersten und zweiten Geschoss des Hauses wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht oder verließen das Haus selbst. Unter ihnen waren vier Leichtverletzte, davon zwei Kinder, wie der Feuerwehrsprecher sagte.

Drei umliegende Häuser wurden geräumt. Ob die Bewohner noch in der Nacht zu Mittwoch wieder in ihre Wohnungen können, war am Abend noch nicht klar. Erst müsse die Gas- und Stromversorgung, die zwischenzeitlich abgestellt wurde, wiederhergestellt werden, sagte der Polizeisprecher.

Die Straße in Oer-Erkenschwick blieb am Abend gesperrt. Glassplitter und Teile der zerborstenen Fensterrahmen lagen über den Gehweg und die Straße verteilt, wie der Feuerwehrsprecher schilderte. Die Außenseite des Gebäudes sei bis auf die gesprungenen Fensterrahmen und zersplitterten Fenster intakt. Innerhalb des Hauses habe die Explosion einen Teileinsturz zwischen dem Erdgeschoss und dem Keller verursacht.

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