Kriminalität
Frau in Borken erstochen: Haftbefehl gegen Ex-Partner

Borken (dpa/lnw) - Nach dem Tod einer Frau in Borken hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den ehemaligen Lebensgefährten der 52-Jährigen beantragt. In der Vernehmung habe der 59-Jährige eingeräumt, sich in der Tatnacht mit der Frau gestritten zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Allerdings habe er angegeben, sich nicht an das Geschehen erinnern zu können. Der Verdächtige sollte noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Donnerstag, 02.01.2020, 13:54 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 14:02 Uhr
Blaulicht auf einem Einsatzwagen der Polizei.
Blaulicht auf einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: Patrick Pleul

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde die Leiche der Frau am Neujahrstag obduziert. «Die Rechtsmediziner haben festgestellt, dass die zahlreichen Messerstiche und zusätzlich ein Drosseln den Tod der 52-jährigen Frau verursacht haben», sagte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape laut Mitteilung.

In der Silvesternacht hatten Nachbarn Hilfeschreie aus der Wohnung der Borkenerin gehört und die Polizei alarmiert. Erst nach mehrmaliger Aufforderung habe der Mann die Wohnungstür geöffnet und den Polizisten dann «mit frischen Blutspuren am Körper» gegenüber gestanden, wie es hieß. In der Wohnung sei die Leiche der Frau gefunden worden.

Zur Tatzeit soll sich auch die gemeinsame sechsjährige Tochter in der Wohnung aufgehalten haben, für die beide Elternteile das Sorgerecht hatten. Ob sie die Tat mit ansehen musste, blieb zunächst unklar. Sie befände sich in Obhut des Jugendamtes und werde durch Seelsorger betreut. Warum der Streit zwischen dem Tatverdächtigen und seiner ehemaligen Lebensgefährtin derart eskalierte, werde derzeit ermittelt, so der Leiter der Mordkommission.

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