Justiz
NRW-Projekt: Was hilft für ein straffreies Leben danach?

Eine Freiheitsstrafe dient auch dem Ziel, Gefangene fit zu machen für ein straffreies Leben danach. So will es das Strafvollzugsgesetz. In der Praxis klappt das leider viel zu selten - vor allem nach verbüßter Jugendstrafe. NRW will jetzt genau wissen, woran das liegt.

Mittwoch, 08.01.2020, 01:40 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 05:04 Uhr
Ein Gefangener (r) wird in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in seine Zelle zurückgebracht.
Ein Gefangener (r) wird in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in seine Zelle zurückgebracht. Foto: Boris Roessler

Düsseldorf (dpa/lnw) - Welche Maßnahmen helfen, dass Straftäter nicht mehr rückfällig werden und welche eher nicht? Nordrhein-Westfalen will das systematisch ergründen. Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU) stellt dazu heute in Düsseldorf ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt und erste Zwischenergebnisse vor. An der Erhebung und Auswertung der landesweiten Daten zu Erfolg und Misserfolg der verschiedenen Resozialisierungsangebote ist auch der Kriminologische Dienst der Justiz NRW beteiligt.

Wie die Landesjustizvollzugsdirektion auf Anfrage mitteilte, lag die Rückfallquote erwachsener Straftäter in den vergangenen Jahren bundesweit bei etwa 45 Prozent, nach Verbüßung einer Jugendstrafe sogar bei rund 65 Prozent. Valide landesweite Zahlen gibt es demnach nicht. Der Justizvollzug hat die gesetzliche Aufgabe, Gefangene auf ein straffreies Leben nach der Entlassung vorzubereiten.

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