Kriminalität
Handel mit geklauten Autoteilen: Razzien im Ruhrgebiet

Dortmund (dpa/lnw) - Mit Razzien in fünf Städten im Ruhrgebiet ist die Polizei gegen einen großangelegten Handel mit gestohlenen Autoteilen vorgegangen. Sieben Verdächtige zwischen 35 und 73 Jahren seien am Dienstag vorläufig festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum mit. In den frühen Morgenstunden durchsuchten Ermittler in Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Herne und Recklinghausen mehrere Räumlichkeiten. Die Bande soll aus dem Lager einer Großspedition in Herne mindestens über mehrere Monate hinweg - womöglich sogar jahrelang - Autoteile gestohlen und gewinnbringend weiterverkauft haben, sagte ein Polizeisprecher.

Dienstag, 14.01.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 16:22 Uhr
Polizist in Uniform.
Polizist in Uniform. Foto: Jens Büttner

Die Teile seien von Zulieferbetrieben angeliefert worden und sollten in dem Lager verpackt werden, um sie an Autohersteller weiterzuschicken. Ermittler hatten das illegale Treiben der Bande über einen längeren Zeitraum verdeckt beobachtet, bevor sie zugriffen. Bei den Durchsuchungen wurde Bargeld im sechsstelligen Bereich sichergestellt, außerdem Datenträger und Fahrzeugteile. Die Verdächtigen wurden vernommen, in einigen Fällen wurden DNA-Proben genommen. Die Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst nicht beziffern.

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