Gesellschaft
Streit um Eiche: Investor will Gerichtsverfahren abwarten

Castrop-Rauxel (dpa/lnw) - Im Streit um eine alte Eiche in Castrop-Rauxel, die einem Neubaugebiet weichen soll, will der Investor zunächst den Ausgang eines Gerichtsverfahrens abwarten. Die Naturschutzorganisation BUND hat beim Oberverwaltungsgericht in Münster ein Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan der Stadt in die Wege geleitet. Wann darüber entschieden wird, steht noch nicht fest. «Dann gucken wir mal, was da raus kommt», sagte Torsten Velhorst, Geschäftsführer der Dreigrund Development, der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch, 15.01.2020, 07:30 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 07:42 Uhr
Aktivist Johannes steht vor einer rund 250 Jahre alten Eiche die er besetzt hat.
Aktivist Johannes steht vor einer rund 250 Jahre alten Eiche die er besetzt hat. Foto: Fabian Strauch

«Wir verhalten uns die ganze Zeit absolut gesetzestreu», betonte er. Der Bebauungsplan sei zusammen mit der Stadt entwickelt worden, eine große Ratsmehrheit habe den Plan dann verabschiedet. Für 250 000 Euro gebe es Ausgleichsmaßnahmen. Die Idee, eine Fläche mit der Eiche zu erhalten, lehnt er weiterhin ab. Er sehe auch keine Veranlassung, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

Der etwa 250 Jahre alte Baum soll gefällt werden, um Platz zu machen für ein neues Wohngebiet. Der Bebauungsplan wurde im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit vom Stadtrat verabschiedet. Viele Bürger wollten sich damit nicht abfinden und kämpfen seitdem hartnäckig für den Erhalt des Baumes. Seit Ende September hält ein 22 Jahre alter Aktivist den Baum besetzt.

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