Eishockey
Insolvenz droht: Krefeld Pinguine benötigen schnell Geld

Krefeld (dpa/lnw) - Die Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) benötigen im Kampf gegen die drohende Zahlungsunfähigkeit kurzfristig mehrere Hunderttausend Euro. Daher hat der Traditionsclub für den kommenden Dienstag eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen. «Nächste Woche muss Geld fließen», sagte Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Ansonsten müsse laut Roos ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt werden.

Mittwoch, 15.01.2020, 15:37 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 15:52 Uhr

Der Tabellen-Zwölfte der DEL benötigt den Angaben zufolge kurzfristig 400 000 Euro. Finanziell gebe es, so Roos , eine Unterdeckung von einer Millionen Euro. Diese Summe war vom Gesellschafter Energy Consulting, bei der bis vor einigen Wochen noch der Präsident des Krefelder Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen , Michail Ponomarew, Geschäftsführer war, zugesagt. Weitere Pinguine-Gesellschafter sind der Krefelder Unternehmer Detlef Hauffe und die Schulz Holding.

Erst in der vergangenen Woche war auf einer Gesellschafterversammlung zur Rettung des Clubs beschlossen worden, der Energy Consulting die Anteile zu entziehen. Dagegen erwirkte der Gesellschafter beim Landgericht eine Einstweilige Verfügung. Energy Consulting präsentierte einen eigenen Vorschlag, nach dem der Unternehmer Hauffe die Anteile der Schulz Holding übernehmen solle. Voraussetzung dafür sei, dass Club-Geschäftsführer Matthias Roos von seinem Amt zurücktrete. In dem Fall würde Energy Consulting auch das Geld für den Lizenzantrag für die kommende Saison bereitstellen.

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