Notfälle
Keine gefährliche Weltkriegsbombe in Köln

Es hätte die dritte großangelegte Evakuierung innerhalb weniger Tage werden können: Experten haben in Köln am Sonntag erneut nach einem vermeintlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Doch diesmal hatten die Kölner Glück.

Sonntag, 26.01.2020, 10:51 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 11:02 Uhr
Ein Verkehrsschild weist auf eine Bombenräumung hin.
Ein Verkehrsschild weist auf eine Bombenräumung hin. Foto: Friso Gentsch

Köln (dpa/lnw) - Die Stadt Köln ist am Sonntag von einem erneuten Verkehrschaos wegen einer Weltkriegsbombe verschont geblieben. An einer verdächtigen Stelle auf dem Gelände eines Krankenhauses wurden lediglich Fragmente einer bereits detonierten Weltkriegsbombe gefunden, wie die Stadt mitteilte. Die befürchtete Sperrung des Autobahnkreuzes Köln-Ost sowie die Evakuierung einer Klinik mit mehr als 450 Betten waren deshalb nicht nötig.

Fachleute waren bei Untersuchungen auf eine «metallische Auffälligkeit» in der Erde gestoßen. Am Sonntag wurde die Stelle freigelegt, um Gewissheit zu schaffen, worum es sich dabei handelt. Hätten die Experten tatsächlich eine Bombe gefunden, hätte sie sofort entschärft werden müssen - mit weitreichenden Folgen für die nahe gelegene Autobahn und für die Klinik.

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hatten in Köln in den vergangenen Tagen schon zweimal für Probleme gesorgt. Am Dienstag mussten wegen eines Blindgängers Bürokomplexe mit 10 000 Beschäftigten geräumt und der Bahnverkehr auf der zentralen Hohenzollernbrücke zeitweise gestoppt werden. Am Donnerstag waren 550 Patienten und 8000 Mitarbeiter der Uniklinik sowie 5800 Anwohner von einer Entschärfung betroffen.

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