Wohnen
Kommunen rufen Fördermittel für Sozialwohnungen nicht ab

Düsseldorf (dpa/lnw) - Viele Kommunen in NRW rufen nach einer WDR-Umfrage nur einen kleinen Teil der Fördermittel für den Bau von Sozialwohnungen ab. 20 der 54 Kreise und kreisfreien Städte hätten 2019 weniger als die Hälfte der bereitgestellten Landesmittel genutzt. Zehn Städte hätten sogar überhaupt keine Fördermittel für neue Sozialwohnungen abgerufen, berichtete der Sender am Sonntag und stützte sich auf eine eigene Umfrage bei allen 54 Kreisen und großen Städten.

Sonntag, 26.01.2020, 12:35 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 12:42 Uhr
Neu gebaute Häuser mit Mietwohnungen der städtischen GAG Immobilien AG im Stadtteil Rodenkirchen.
Neu gebaute Häuser mit Mietwohnungen der städtischen GAG Immobilien AG im Stadtteil Rodenkirchen. Foto: Oliver Berg

Zur Begründung hätten die Kreise unter anderem auf den Personalmangel in den Behörden und auf hohe bürokratische Hürden bei der Nutzung der Landesförderung hingewiesen. Das NRW-Bauministerium hingegen argumentierte, NRW gehöre bei der Förderung von Sozialwohnungen zu den «aktivsten und erfolgreichsten Bundesländern».

Im Jahr 2018 - das sind die aktuellen offiziellen Zahlen - war die Zahl der neu gebauten Sozialwohnungen um fast 15 Prozent auf 6159 gesunken. Nach WDR-Informationen gab es 2019 einen weiteren Rückgang um 10 Prozent. Die genauen Zahlen will das Bauministerium Anfang Februar veröffentlichen. Zuletzt hatte die NRW.Bank kritisiert, die Politik tue zu wenig gegen den Mangel an billigen Wohnungen im Westen.

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