Eishockey
Rettung der Krefeld Pinguine: Ponomarew kündigt Rückzug an

Krefeld (dpa) - Michail Ponomarew hat angekündigt, sich als Gesellschafter bei den finanziell angeschlagenen Krefeld Pinguinen aus der Deutschen Eishockey Liga zurückzuziehen. «Dieser Schritt ist aufgrund des vergifteten Klimas zwischen den Beteiligten für mich unausweichlich geworden», teilte der Präsident des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen am Mittwochabend mit.

Mittwoch, 29.01.2020, 19:46 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 19:52 Uhr
Michail Ponomarew, Gesellschafter der Krefelder Pinguine.
Michail Ponomarew, Gesellschafter der Krefelder Pinguine. Foto: Guido Kirchner

Damit ist die Weg für eine von den Pinguinen angestrebte Kapitalerhöhung zur Vermeidung eines Insolvenzverfahrens frei. Ob die Insolvenz tatsächlich vermieden wird, ist aber noch unklar. «Uns liegt noch nichts vor. Ich bin auf die Bedingungen gespannt», sagte Pinguine-Geschäftsfüher Matthias Roos der Deutschen Presse-Agentur .

Der Club benötigt kurzfristig rund 400 000 Euro, um einen Insolvenzantrag zu verhindern. Dieser müsste sonst in der kommenden Woche gestellt werden. Insgesamt fehlt dem deutschen Meister von 2003 für die aktuelle Spielzeit eine gute Million Euro. Mit der Kapitalerhöhung sollte der Club gerettet werden. Ponomarew hatte dieser Lösung zuletzt auch zugestimmt. Allerdings wollten die Pinguine dies am Ende nur noch unter der Voraussetzung, dass Ponomarew seine Anteile abgibt. Dies soll nun geschehen.

«Ich bin nicht länger bereit, als alleiniger Buhmann für ein System der jahrelangen Misswirtschaft herzuhalten», sagte Ponomarew. «Deshalb ist das Kapitel Krefeld Pinguine für mich beendet.»

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