Kriminalität
Razzia gegen Clankriminalität: Neun Objekte durchsucht

Duisburg (dpa/lnw) - Mit einer groß angelegten Razzia sind die Behörden am Donnerstagabend in Duisburg gegen Clankriminalität vorgegangen. Im ganzen Stadtgebiet wurden neun Gewerbeobjekte durchsucht, darunter Cafés, Shisha-Bars, ein Wettbüro und eine Spielhalle. Von fast 70 Personen wurden die Personalien überprüft. Vier Männer stehen unter Verdacht, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Sie wurden vorläufig festgenommen, wie die Polizei Duisburg am Freitag berichtete. An den Kontrollen waren neben Polizei und Staatsanwaltschaft auch Stadt, Zoll und Steuerfahndung beteiligt. Mehrere Dutzend Behördenmitarbeiter und Beamte seien im Einsatz gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Freitag, 31.01.2020, 13:03 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 13:12 Uhr
Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.
Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder

In einem Café war ein Gast so aggressiv, dass er gehen musste. In einem anderen Café beleidigte laut Bericht ein Gast eine Mitarbeiterin des Zolls und eine Beamtin der Stadt Duisburg. Er erhielt eine Anzeige. Die Steuerfahndung kontrollierte in sieben Objekten die Kassen. Der Zoll schrieb eine Anzeige wegen Schwarzarbeit. In zwei Fällen stellten Zollbeamte unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher und fertigten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. In einem Café war ein Notausgang verschlossen, in einem anderen spielten Minderjährige an einem Glücksspielautomaten. Kontrolleure der Stadt schlossen daraufhin beide Cafés.

Die Polizei kündigte weitere behördenübergreifende Kontrollen an. «Es geht darum, durch viele kleine «Nadelstiche» Clanmitgliedern die Grenzen aufzuzeigen», erklärte ein Sprecher.

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