Notfälle
Zehnjährige im Sauerland vermisst: Suche zunächst erfolglos

Ein zehnjähriges Mädchen verschwindet im Pyjama aus seinem Elternhaus im Sauerland. Hunderte beteiligen sich an der Suche. Die Polizei hat einen schlimmen Verdacht.

Sonntag, 02.02.2020, 15:51 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 16:02 Uhr
Helfer suchen in dem Flüsschen Hönne nach dem vermissten Mädchen.
Helfer suchen in dem Flüsschen Hönne nach dem vermissten Mädchen. Foto: Alex Talash

Menden (dpa/lnw) - Ein Großaufgebot von mehr als 400 Helfern hat am Wochenende im Sauerland nach einem zehnjährigen Mädchen gesucht. Feuerwehr , Polizei und freiwillige Helfer schwärmten am Samstag und Sonntag in Menden aus. Die Polizei befürchtet inzwischen Schlimmes, weil mehrere Spürhunde sie in Richtung des Flusses Hönne geführt haben, der derzeit reichlich Wasser führt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag berichtete. Dort verliert sich die Spur des Mädchens in unmittelbarer Nähe des Elternhauses. «Wenn sie in das Wasser gefallen ist, gibt es kaum Hoffnung, dass sie das überlebt haben könnte.»

Das Mädchen sei in einem unbeobachteten Moment am Samstag aus der Wohnung der Eltern verschwunden und vermutlich in einem rosafarbenen Pyjama und barfuß unterwegs. Die Hönne fließt unmittelbar am Elternhaus vorbei. Das Mädchen sei Autistin, entsprechend scheu und könnte sich daher auch irgendwo versteckt haben. Der Einsatz mehrerer Mantrailer-Spürhunde und eines Polizeihubschraubers blieb zunächst ohne Erfolg.

Das Technische Hilfswerk wollte ein Sonarboot einsetzen, um die Hönne unter der Wasseroberfläche abzusuchen, berichtete die Polizei am Sonntag. Die Hönne mündet in die Ruhr. Man habe die Wehre im Verlauf des Flusses bis in die Ruhr im Blick.

Insgesamt seien mehrere hundert freiwillige Helfer und 100 Feuerwehrleute im Einsatz, außerdem Bereitschaftspolizei. Die Polizei dementierte Gerüchte, wonach das Mädchen gefunden worden sei. Das sei leider falsch.

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